Seien wir einmal ehrlich: Was hat das Halbjahresergebnis mit über 3 % plus zum Vorjahr bei den Pkw-Neuzulassungen gebracht? Nichts! Ganz genau. Niemand braucht eine neue Grundlage zur aktuellen automobilen Wirtschaftssituation, solange das alte Wissen bei den Importeuren konsequent zum Einsatz kommt. Gemeint ist das Wissen um die Macht der Kurzzulassungen, um die Urgewalt des Bewiesenen. Es ist diese Macht, die den Autohändler erst zu dem gemacht hat, was er heute ist. Er verdient in der Regel nichts mehr am Automobilverkauf und immer weniger am Servicegeschäft.
Schummelzahlen sind jedoch zäher als die härtesten Fakten. Und wer von den Markenvertretern verstanden hat, damit zu spielen, der kann schon mal den Sekt kalt stellen und seine Mitbewerber für sich arbeiten lassen.
Dahinter verbirgt sich die unendliche Weite der Ignoranz und des wirtschaftspolitischen Überlegenheitsgefühls. Denn die nächste Regierung wird sich mit Sicherheit die Autobranche mit ihrem fortdauernden Erfolgs„versprechen“ in der Öffentlichkeit vornehmen und weiter aussackeln. Der Autowirtschaft kommt zwar der Privatkäufer durch zunehmende Verarmung abhanden, aber darüber nachzudenken, ist in den Augen der Importeure wohl frevelhaft.
Sie können natürlich denken, was Sie wollen. Somit können Sie auch denken, die machen ja doch, was sie wollen. Somit können Sie sich auch die oben beschriebenen (Denk-)Mühen ersparen und in der gewonnenen Zeit genau das tun, was Sie denken, was unsere Volksvertreter machen, eben: Auch machen, was Sie wollen.
Es können wieder Wetten abgeschlossen werden, welchem Markenvertreter es besser gelingt, nach einer Absatzniederlage selbige am Jahresende am besten als eigentlichen Sieg zu präsentieren. Ganz wie im Wahlkampf!