Seit dem Umzug in den Neubau will das Renault-Geschäft nicht im kalkulierten Ausmaß florieren, 2,8 Mio. € Investitionen sollen bei rd. 15-jähriger Tilgungsdauer inzwischen rd. 500 NW-Verkäufe in St. Pölten und Melk sicherstellen. Dennoch kommt sein Sohn Wolfgang mit der Franzosenmarke nicht so recht vom Fleck. Empfindliche Margenkürzungen bei gleichzeitig verschärften Standards engen bei Weitem nicht erreichbaren NW-Verkaufszahlen die finanzielle Beweglichkeit dieses Betriebes zusehends ein.
Im Jänner 2008 macht sich Josef Schirak, erfolgreicher Autohausunternehmer und ebensolcher Multifunktionär in Diensten der Automobilwirtschaft, auf den Weg zu Renault, um die missliche Lage seines RS-Betriebes dem Importeur zu erklären.
Nach ergebnislos verlaufenden Wiesenthal-Gesprächen schält sich im Laufe der Wochen eine Übernahme durch Opel Wesely heraus, was die Spatzen im Chor sogleich von den Dächern zu pfeifen beginnen. Die Fakten werden in Lederers Medienwelt veröffentlicht.
Josef Schirak verwendet viel Mühe auf das Zeichnen des Zeitkolorits, minutiös schildert er Informationsabläufe ebenso, wie er gleichzeitig unsere journalistischen Arbeitsstile kritisiert. Dies mag auch mit den relativ großen Veränderungen im Importeurs- und Händlerinteresse zu tun haben.
Wie all diese Figuren und Erzählebenen zusammenhängen, klärt sich erst allmählich. Mit fortschreitender Information, die Lederers Medienwelt liefert. Wenn manch Betroffener darin wider besseren Wissens nur „Latrinengerüchte“ erkennen will, fällt das auf den Urheber selbst zurück.
