„Wenn das Geschäft schlecht geht, wachsen nun einmal die Rabatte“, kommentiert Komm.-Rat Burkhard Ernst, stv. Bundes- und Wiener Landesgremialobmann des Fahrzeughandels, nüchtern. Die Kurzzulassungen, die schon Ende Mai gegenüber 2007 von knapp 15.200 auf über 16.500 Stück gewachsen waren, seien im Juni vermutlich weiter gestiegen. Ähnlich äußert sich Josef Hausot, Leiter aller Denzel-Kundenzentren: „Die Situation am Automarkt dürfte im Juni noch schlimmer gewesen sein.“
Das „Center Automotive Research“ (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen (Deutschland) berichtet unterdessen, dass die durchschnittlichen Rabatte im Mai von 17 auf 15,5 % der Listenpreise gesunken seien. Die Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern seien im Vergleich zum Vormonat gar um 14 % auf 73.439 Stück zurückgegangen. Die Studienautoren begründen dies damit, dass es in den kommenden eineinhalb Jahren einen deutlichen Rückgang des deutschen NW-Marktes geben werde: „Es sieht so aus, als würden sich die Händler auf die stürmischen Zeiten einrichten und ihre Lagerbestände und Tageszulassungen rigoros nach unten fahren.“ Allein zwischen Juli und Dezember 2008 rechnet CAR mit rund 100.000 NW-Verkäufen weniger als im Vorjahr.



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