Ein paar Löcher bohren und eine Handvoll Kabel anschließen? Ganz so einfach ist die Montage von Anhängerkupplungen schon lange nicht mehr. "Das heißt aber nicht, dass die Werkstätten davor zurückschrecken müssen", sagt Dirk Schöler, Geschäftsführer von Rameder. Der Marktführer aus Deutschland, derauch eine Niederlassung in Wels betreibt und zudem mit dem großen Teilehändler Birner kooperiert, liefert Anhängerkupplungen und Elektrosätze samt detaillierten Montageanleitungen -zu Preisen, die deutlich unter jenen des Herstellerzubehörs liegen.

Schritt für Schritt

Wir haben in der Werkstätte der Rameder-Zentrale in Thüringen die Montage einer Anhängerkupplung an einem BMW X6 beobachtet. Im ersten Schritt wird die Blende unter der hinteren Stoßstange entfernt. Danach werden Stoßfänger und Stoßstange abgenommen, was das Lösen und Schrauben und Clips hinten bzw. seitlich und das Wegziehen der Radkastenverblendung erfordert. Wurden der Stoßfänger und der (durch 8 Muttern befestigte) Stoßfänger-Grundträger demontiert, kann schon der Grundträger der Anhängerkupplung an die Montagepunkte gesetzt und mittels der mitgelieferten Muttern befestigt werden. Dann wird die Anhängerkupplung fixiert, die Muttern werden mit einem Drehmomentschlüssel ("95 Newtonmeter Anzugsdrehmoment", betonen die Rameder-Techniker) festgezogen. In den nun folgenden Schritten wird der Kabelstrang durchgeführt und im Fahrzeug angeschlossen, die Stromversorgung hergestellt sowie die Steckdose am dafür vorgesehenen Halter der Anhängerkupplung verschraubt.

Jetzt nähert sich die Montage dem Ende: Der Stoßfänger wird rückgebaut und wieder befestigt, die mitgelieferte Blende wird montiert. Somit ist die abnehmbare Anhängerkupplung nur dann sichtbar, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Keine Hexerei

"Die Montageanleitung durchzulesen und zu prüfen, ob die bestellten Teile tatsächlich zum Fahrzeug passen, ist immer empfehlenswert", ergänzen die Profis von Rameder. Wird erst nach Montagebeginn festgestellt, dass Teile nicht für das Automodell geeignet sind oder gar fehlen, geht naturgemäß wertvolle Zeit verloren.

Ansonsten, erklärt man bei Rameder, sei der Einbau einer Anhängerkupplung aber tatsächlich so einfach, wie er hier klingt. Lukrativen Zusatzgeschäften und zusätzlicher Frequenz in der Werkstatt sollte damit also nichts mehr im Wege stehen. (HAY)