Der Rapid soll jene Stelle einnehmen, die einst die erste Generation des Octavia besetzt hat: Jene des preisgünstigen Autos mit viel Platz und bewährter Technologie, das für Familien ebenso interessant ist wie für Geschäftskunden, die nicht jede technische Neuheit in ihrem Fahrzeug benötigen. Was nicht dazu gesagt wird: Mit dem Rapid will die VW-Tochter auch Dacia angreifen, der bei den preisgünstigen Fahrzeugen eine Monopolstellung einnimmt.

Vermarktung ab Jänner 2013 Präsentiert wurde der Škoda Rapid bereits im Juli, auf den Markt kommt er allerdings erst viel später: "Die ersten Autos werden gegen Ende des Jahres in Österreich eintreffen. Doch es wird maximal ein Fahrzeug pro Händler geben, wie es derzeit aussieht", sagt Max Egger, Chef des Österreich-Importeurs Intercar Austria in Salzburg. Die Vermarktung beginnt dann so richtig mit der Vienna Autoshow im Jänner 2013.

Egger rechnet damit, dass der Rapid mittelfristig inÖsterreich hinter Octavia und Fabia Platz 3 in der Rangliste des tschechischen Herstellers einnehmen wird. "Wenn ein Jahr später auch die zweite Karosserievariante des Rapid eintrifft, werden wir wohl etwa 3.000 Stück pro Jahr verkaufen."

Das Zeug zum Volumenmodell hat der Rapid jedenfalls. Mit 4,48 Meter Länge ist das Auto zwischen Fabia und Octavia (der 2013 völlig neu und etwas größer als bisher auf den Markt kommt) angesiedelt. Vorerst gibt es nur die Version mit Stufenheck (aber mit einer weit öffnenden Heckklappe wie bei der Octavia Limousine). Darunter verbirgt sich ein Stauraum von stolzen 550 Litern- ein Wert, den man in dieser Länge üblicherweise nur bei Compact Vans vorfindet.

Trotz Lieferproblemen optimistisch Noch gibt es keine Details zur Ausstattung und zu den Preisen, doch Egger peilt eine Einstiegsversion unter 15.000 Euro an. Wie es derzeit aussieht, wird man den Rapid inÖsterreich vorerst als Benziner mit 75 und 85 PS sowie als Diesel mit 105 PS erhalten; andere Motorisierungen werden später folgen.

Heuer willŠkoda in Österreich trotz der weiter bestehenden Lieferschwierigkeiten in der 4x4-Palette deutlich mehr als 20.000 Einheiten absetzen, das bisherige Rekordergebnis von 2011 (20.364 Stück) soll auf jeden Fall übertroffen werden. (MUE )