Der schwäbische Kfz-Daten-Dienstleister DAT Deutsche Automobil
Treuhand investiert in Effizienzsteigerung verbunden mit rascherem
Kundenservice.
Ausbau des aktuell 13 Länder umfassenden "SilverDAT"-Imperiums mit
scharfem Blick nach China, lautet das Planungsszenario von Helmut
Eifert, zuständiger Geschäftsführer für Auslandsgeschäfte. Er hat
Armin Hauck abgelöst, der in der Folge aus der DAT ausscheiden wird.
Im Stammmarkt Deutschland führen nach 28 JahrenVolker Prüfer an der
Spitze nun Jens Nietzschmann -selbst 18 Jahre an Prüfers Seite in
diese Position hineingewachsen -und Dr. Thilo Wagner die Geschicke
der Institution DAT, allgemein als Urmutter der automobilen
Marktforschung und des Sachverständigenwesens bezeichnet, weiter.
Alles ohne Preiserhöhung
DAT habe seit vielen Jahren keinerlei Preiserhöhungen für ihre Kunden
durchgeführt, obwohl die angebotenen Inhalte und Nutzenwerte im Laufe
der Jahre ein Vielfaches des ursprünglichen Angebotsbestandes
erreicht hätten, lobt Robert Rademacher, ZDK-Präsident und Vertreter
einer von den drei Gesellschafterverbänden neben VDA und VDIK. "In
den Lizenzgebühren sind weiters Wartung, Updates und eine technische
Hotline mit inbegriffen", ergänzt Eifert. "Wettbewerbsverzerrung",
feixt hingegen die Konkurrenz hinter vorgehaltener Hand und kommt
dennoch nicht dagegen an.
Alle loben die Rolle von Prüfer als "Mister Silver-DAT" ebenso
ausführlich wie die Erfolge der DAT, die inzwischen auch in
Österreich ihren positiven Niederschlag finden. Allerdings erst, seit
Helmuth H. Lederer seine Eurotax im Jahr 2000 verkauft hat. Bis dahin
spielte DAT im rotweißroten Land keine großartige Rolle.
Nicht mehr nur per Datenscheibe, sondern längst auch online können
die Anwender von Silver-DAT für mehr als 63.000 Fahrzeugmodelle und
Untertypen, zusammen aus 180.000 Datenteilen pro Fahrzeug (!),
Kostenvoranschläge erstellen. "Aktuell sind das gut 5,2 Millionen
solcher Anwendungen pro Jahr", skizziert Österreich-Geschäftsführer
Dipl.-Ing. (FH) Stefan Klaus die internationale Dimension, mit
Schnittstellen zu mehr als 400 Systemen. Aktuell zählt Klaus 550
User. 350 Autohäuser und 200 Sachverständige, die speziell auf
österreichische Erfordernisse adaptierte Bewertungsmodule nutzen
können.
Eifert treibt indes "mit Maß und Ziel und ohne Marktschreierei" den
Ausbau von SilverDAT in die nächste Nutzergeneration voran.
Österreich ist für ihn "Orientierungspunkt für gezielte
Osterweiterung" und Klaus baut an der Operationsplattform. Sein
Mitarbeiterstab ist inzwischen auf 12 Spezialisten angewachsen. (LUS)