Wenn man sich die Zahlen vom Mai anschaut, dann dominieren die
negativen Zahlen ganz klar: Von den 30 Staaten, die in der
JATO-Statistik erfasst sind, verzeichnen nur 7 ein Plus, nämlich
Estland, Großbritannien, Island, Lettland, Polen, Tschechien und
Ungarn.
Dass es in diesen Ländern bergauf geht, ist klar, denn viel
tiefer als beispielsweise in Ungarn kann ein Automarkt nicht mehr
sinken: Trotz des Plus von 20,6 Prozent wurden in unserem östlichen
Nachbarland in fünf Monaten gerade einmal 23.018 Fahrzeuge verkauft;
das ist deutlich weniger, als in Österreich monatlich abgesetzt
werden.
Kein Wunder, dass in den Chefetagen der Hersteller, bei Importeuren
und Händlern Alarmglocken schrillen. Schließlich verlor der
europäische Automarkt von Jänner bis Mai fast 450.000 Fahrzeuge im
Vergleich zum Vorjahr. Von den großen Staaten sind vor allem
Frankreich und Italien für das massive Minus verantwortlich.
Hingegen schlägt sich der deutsche Markt weiterhin tapfer: Zwar gab
es im Mai ein Minus von 4,8 Prozent, doch kumuliert ist man noch
immer knapp im Plus -nämlich um 0,3 Prozent.
Modelhart ist "vorsichtig optimistisch"
NebenÖsterreich ist auf dem deutschen Markt sowie in Tschechien auch
der Österreicher Mag. Peter Modelhart unterwegs, und zwar als Chef
von Jaguar und Land Rover: "Wir freuen uns über Zuwächse in den
Zulassungen in beiden Märkten und bei beiden Marken", sagt Modelhart.
Die Entwicklung auf dem Automarkt in den kommenden Monaten schätzt er
als vorsichtig optimistisch ein: "Bis jetzt hatten die negativen
Nachrichten aus Südeuropa nur wenig Einfluss auf das Geschäft in
Österreich, Tschechien oder Deutschland." (MUE)