Dass es in diesen Ländern bergauf geht, ist klar, denn viel tiefer als beispielsweise in Ungarn kann ein Automarkt nicht mehr sinken: Trotz des Plus von 20,6 Prozent wurden in unserem östlichen Nachbarland in fünf Monaten gerade einmal 23.018 Fahrzeuge verkauft; das ist deutlich weniger, als in Österreich monatlich abgesetzt werden.

Kein Wunder, dass in den Chefetagen der Hersteller, bei Importeuren und Händlern Alarmglocken schrillen. Schließlich verlor der europäische Automarkt von Jänner bis Mai fast 450.000 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr. Von den großen Staaten sind vor allem Frankreich und Italien für das massive Minus verantwortlich.

Hingegen schlägt sich der deutsche Markt weiterhin tapfer: Zwar gab es im Mai ein Minus von 4,8 Prozent, doch kumuliert ist man noch immer knapp im Plus -nämlich um 0,3 Prozent.

Modelhart ist "vorsichtig optimistisch"

NebenÖsterreich ist auf dem deutschen Markt sowie in Tschechien auch der Österreicher Mag. Peter Modelhart unterwegs, und zwar als Chef von Jaguar und Land Rover: "Wir freuen uns über Zuwächse in den Zulassungen in beiden Märkten und bei beiden Marken", sagt Modelhart. Die Entwicklung auf dem Automarkt in den kommenden Monaten schätzt er als vorsichtig optimistisch ein: "Bis jetzt hatten die negativen Nachrichten aus Südeuropa nur wenig Einfluss auf das Geschäft in Österreich, Tschechien oder Deutschland." (MUE)