Wie groß ist eigentlich der All-Season-Anteil am Gesamtmarkt in Österreich? Michael Peschek-Tomasi von point-S startete den Impulsvortrag des VRÖ mit einer Frage, deren Antwort viele verwunderte: Laut Erhebungen an die 8,5 Prozent – sehr wenig im Vergleich zum weltweiten Anteil von 56 Prozent. „Jeder zweite Reifen weltweit ist also ein All Season, warum aber bei uns nicht?“ 

Für Peschek-Tomasi läuft das Geschäft mit All-Season-Reifen in Österreich wegen des Gesetzgebers so schwach: „Der durchschnittliche All-Season-Reifen hat heute um die 6,5 Millimeter Profiltiefe. Wenn der Kunde vier neue Reifen braucht, er Winterreifen kaufen möchte, und bei 4 Millimetern ist aber Schluss, haben wir dafür den Grund.“ Dafür gebe es in Österreich die höchste Dichte an Reifendepots, was große Potenziale biete. Indes: „Mittlerweile werden die Räder aber immer größer, das heißt also, der Lagerplatz im Depot wächst von 16 auf 18 Zoll gleich um 20 Prozent. Für jeden fünften Kunden ist also kein Platz mehr.“ Man hat es also mit dem komplexen Bild des guten Markts mit zu wenig Infrastruktur und zu wenig Anbietern zu tun. 

Mit einem Depot ließen sich Folgegeschäfte anbahnen, da man das Fahrzeug des Kunden zwei Mal im Jahr auf der Bühne hat. „Wenn ich vier Räder montiere und erkenne, dass die Spur nicht richtig eingestellt ist, habe ich die Chance auf ein Cross-Selling-Geschäft. Noch leichter können Sie den Kunden nicht überzeugen, dass er gleich die Spur vermessen lässt.“

Eindeutige Ergebnisse

Bei der anschließenden Verleihung der VRÖ Awards herrschten klare Verhältnisse: Dunlop/Falken holte sich zweimal den Sieg, Continental zweimal den zweite Platz. •

Die Ergebnisse im Detail:

VRÖ Award für Pkw-Reifen:

    1. Platz: Dunlop Tyres Europe

    2. Platz: Continental Reifen

    3. Platz: Nokian Tyres

VRÖ Award für Lkw-Reifen:

    1. Platz: Dunlop Truck Tyres

    2. Platz: Continental Reifen

    3. Platz: Pirelli (Prometeon Tyre Deutschland)