„Nicht mit neuen Steuern oder Strafen!“

„Nicht mit neuen Steuern oder Strafen!“

Kurt Egger, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, über seine Pläne und Ziele bei der Wirtschaftskammer-Wahl. Diese findet österreichweit vom 2. bis 5. März statt.

Das Jahr 2019 sei zwar turbulent verlaufen, habe aber auch neue Chancen aufgezeigt, sagt Egger. Die neue türkis-grüne Regierung habe sich nicht mit Minimalkompromissen zufriedengegeben, sondern das Beste aus zwei Welten vereint.

Entlastung für jene, die hart arbeiten

So werde die wichtige Steuerentlastung, die bereits in der vergangenen Legislaturperiode angefangen worden sei, fortgesetzt. "Damit werden jene entlastet, die tagtäglich hart arbeiten und für Wohlstand in diesem Land sorgen." Der Wirtschaftsbund freue sich natürlich, dass auch wichtige Maßnahmen für die rund 600.000 Unternehmer und Selbstständige umgesetzt werden. "Neben der Ausweitung des Gewinnfreibetrages, der Erhöhung der Wertgrenze bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern und der von uns lang geforderten Senkung der Körperschaftssteuer von 25 Prozent auf 21 Prozent stehen auch Entlastungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Haus."

Der Wirtschaftsbund begrüße vor allem die Steuersenkung für die unterste Einkommensstufe von 25 Prozent auf 20 Prozent: "Damit bleibt spürbar mehr Geld im Börserl. Das stabilisiert die Kaufkraft und damit unsere Konjunktur." In den nächsten Jahren werde eine weitere Reduktion des Steuertarifs von 35 Prozent auf 30 Prozent und von 42 Prozent auf 40 Prozent erfolgen. "Dadurch wird es insgesamt zu einer Entlastung von rund 4 Milliarden Euro kommen", freut sich Egger.

Der Wirtschaftsbund-Generalsekretär hebt ebenfalls hervor, dass es auch in der Bürokratie weniger Belastungen geben werde: Das Prinzip "Beraten statt Strafen" und das Aus für Straflawinen durch die Reform im Verwaltungsstrafrecht bringe den Betrieben mehr Freiheit - und spare ihnen viel Geld.

Klimaschutz mit Hausverstand

Der Klimaschutz sei eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, erklärt Egger: "Bei all den wichtigen Ambitionen muss klar sein, dass es echten und nachhaltigen Klimaschutz nur mit und nicht gegen die Wirtschaft geben kann." Schon heute seien die Unternehmer weltweit Vorzeigebeispiel in Sachen Umwelttechnologie. "9 von 10 Delegationen aus dem Ausland kommen nach Österreich, um sich unsere fortschrittlichen Unternehmen im Bereich Klimaschutz anzusehen." Im Zuge der Koalitionsverhandlungen habe der Wirtschaftsbund sichergestellt, dass Klimaschutz nicht mit neuen Steuern oder Strafen für die Unternehmen durchgepeitscht werde. "Denn damit schützen wir nicht unser Klima, sondern verdrängen Unternehmen in Länder, in denen die Umweltauflagen lockerer sind."

Die Förderung bei der Anschaffung von alternativ angetriebenen Fahrzeugen sei nur eines von vielen Beispielen: "Aber auch bei der aufkommensneutralen NoVA haben wir ein Auge darauf, dass es sich bei der Ausgestaltung um eine nachhaltige Reform handelt und nicht um ein Körberlgeld für die Staatskasse.Das Klima schützen - und unserer Wirtschaft nützen: Das muss unsere Devise in Österreich sein."