Sie entscheiden jetzt ...

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..., liebe Kfz-Unternehmer, ob Sie mit Schmierstoffen in Zukunft noch Geld verdienen werden. Denn die traditionell hohe Marge am Öl wollen sowohl der Konsument wie auch der Autohersteller haben.

Dabei ist die Gefahr groß, dass die beiden den Werkstätten einen wesentlichen Teil der Marge wegschnappen und (bildlich gesprochen) unter sich aufteilen. Fixe Öl-Preise für Flotten und Fuhrparks, für Leasingfirmen oder für ältere Fahrzeuge? Ford bietet gerade wieder den Service um 159 Euro für Fahrzeuge älter als 5 Jahre an. Was sagt da der Kunde mit dem vier Jahre alten Auto? Neuwagen, Flotte oder Altauto: Die unterschiedlichen Preise sind für den Kunden nicht mehr nachvollziehbar. Das exakt richtige Öl zu eruieren, sofort verfügbar zu haben und (wie beim Getriebeöl) auch richtig zu füllen, braucht echte Fachleute und keine Diskonter.

Dabei hätten die Autoimporteure gerne selbst etwas vom Kuchen, so wie sie das beim Reifen, beim Lack, bei der Autohausbeschriftung und im gesamten Ersatzteil-Bereich immer öfter praktizieren. Die Wege dorthin sind kein Geheimnis, nennen sich Bonusrelevanz und Eigenöl. Der Bonus ist eher das Suchtmittel, klein anfangen und irgendwann nicht mehr davon wegkommen. Die vorgeschriebenen Eigenöle sind die harte Tour, da kommt der Händler noch schwerer raus. Wie von Mag. Andreas Obereder in der AUTO-Information geschrieben: Hier geht es um einen der letzten Bereiche unternehmerischer Freiheit beim Markenbetrieb. Und es ist jetzt der Zeitpunkt, "Stop" zu sagen und mit dem Importeur eine faire Zusammenarbeit in diesem Bereich zu vereinbaren. Denn sobald die Telematik das Fahrzeug in die Werkstätte routet, werden die Betriebe mit dem (aus Importeurssicht) falschen Öl nicht mehr angesteuert. Dann ist es zu spät.

Schmierstoffe sind nicht nur Ertragsbringer. Sie sind Kompetenz, Erfahrung, Vertrauen, Logistik und maßgebliche Kfz-Technik. Deshalb gehören sie in die Werkstätte.