Ein Prozent als großes Ziel

Ein Prozent als großes Ziel

Im kommenden Jahr will SsangYong in Österreich bis zu 800 Neuwagen verkaufen; mittelfristig sollen es noch deutlich mehr werden.

Kaum eine andere Automarke hat in den vergangenen 25 Jahren ein derartiges Auf und Ab erlebt wie SsangYong - nicht nur international, sondern auch in Österreich. Die angezogene Handbremse, mit der man jahrelang unterwegs war, ist nun endgültig gelöst: Die Zeichen stehen auf Gas geben. Klares Zeichen des Optimismus war die Teilnahme von Joon Bum Kim, General Manager SsangYong Motor Europe, bei der Österreich-Premiere des neuen Korando in Niederösterreich. Auf den 4,45 Meter langen Korando soll im kommenden Jahr etwa ein Drittel der Neuwagen-Verkäufe entfallen. Das Auto kommt vorerst mit einem 1,6-Liter-Diesel (136 PS) ab 28.490 Euro auf den Markt. Ein 1,5-Liter-Turbobenziner (163 PS) wird Ende des Jahres nachgereicht. Kunden können zwischen 2WD und 4WD wählen, auch ein optionales Automatikgetriebe ist in jeder Version kombinierbar.

Erich Gstettner, Chef des Österreich-Importeurs, erwartet, dass der Korando im kommenden Jahr der meistverkaufte SsangYong sein wird: Derzeit ist dies der Rexton. Mit dem Tivoli und dem Korando könne man nun "die breite Masse" an Kunden abdecken, während der Rexton dank seiner Zuglast von 3,5 Tonnen weiterhin eher für die Nische (Besitzer von Yachten oder Pferden, Jäger, Forstwirte) gedacht sei. Vom XLV, der für Europa nicht mehr neu homologiert wird und daher ausläuft, sind in Österreich nur noch einige Restbestände verfügbar.

Suche nach neuen Händlern

Nach rund 350 Einheiten (heuer) plant Gstettner für 2020 etwa 600 bis 800 Neuwagen; mittelfristig ist die Marke von 1 Prozent (das wären mehr als 3.300 Stück) das Ziel. Bis dahin will Gstettner auch die Zahl der Händler weiter erhöhen. Derzeit stehe man nun bei 25 "Points of Sale".

"Weiße Flecken" gebe es vor allem in Salzburg (Stadt und Land), in der Weststeiermark und Osttirol. Neben Salzburg sind aber auch einige andere Landeshauptstädte (Bregenz, Klagenfurt, Eisenstadt) nicht mit Händlern besetzt. "Derzeit verhandeln wir in Linz und Wels, wo sich bald etwas tun könnte", sagt Gstettner. Die Investitionen pro Händler beziffert er mit rund 10.000 Euro.