Reform am Markt vorbei?

Reform am Markt vorbei?

Die Bundesregierung bei der Präsentation des "großen Wurfs" - auch für die Autofahrer?

Nichts weniger als das Ende der NoVA haben sich viele Branchenteilnehmer von der Steuerreform erhofft. Vergeblich.

Dass die Normverbrauchsabgabe ein von Anfang an ungeliebtes Kind war, daran besteht kein Zweifel: Ungeeignet, das Konsumentenverhalten zu steuern, kompliziert in der Berechnung, eine Luxussteuer im Schafspelz. Die Hoffnung, die neue Bundesregierung könne der ungeliebten CO2-Besteuerung beim Neuwagenkauf den Garaus machen, wehte spätestens seit dem Auftritt von Verkehrsminister Ing. Norbert Hofer bei der Vienna Autoshow spürbar durch die Autohäuser des Landes.

Aufkommensneutral und CO2-lastiger

Bei der Präsentation der Steuerreform wurden NoVA und motorbezogene Versicherungssteuer zwar nur in Nebensätzen abgehandelt und vom Fallen der ungeliebten NoVA war schon im Vorfeld keine Rede mehr gewesen. Aber was man heute weiß, klingt eher nicht nach einer Entlastung bei der Anschaffung jener Autos, nach denen Kunden fragen. Importeurssprecher Günter Kerle berichtet von auseinandergehenden Meinungen in puncto "Aufkommensneutralität" bei den Verhandlungen im Finanzministerium (siehe AUTO-Information Nr. 2468 vom 3. Mai 2019).

Auch in die motorbezogene Versicherungssteuer wird für Neufahrzeuge - aufkommensneutral - eine CO2-Komponente eingezogen. "Wenn überhaupt, dürfte sich die Steuer nur bei Autos mit sehr hohen Werten verteuern", schätzt Kerle. (KAT/ENG)