Aus und vorbei

Aus und vorbei

Wieder verabschiedet sich eine Automarke: Ein Blick zurück auf die ungewöhnliche Geschichte von Infiniti.

Drei Autos in einer Tiefgarage, ein weiteres im Freien und eine Hotelsuite als Verkaufsbüro: So startete Infiniti im Juli 2010 in Wien den Verkauf. Die Brüder Konrad und Mag. Roland Spes hatten sich (nachdem sich kein Wiener Händler gefunden hatte) bereit erklärt, für Infiniti tätig zu werden. Lohn des engagierten Teams rund um Karl Günther Frittum: 50 verkaufte Fahrzeuge bis zum Mai 2012, als der noble Neubau in Brunn am Gebirge eröffnet wurde.

Was kommt in das Autohaus in Brunn/Gebirge?

Doch trotz aller Bemühungen - etwa der stets mit einem großen Tuch zelebrierten Neuwagenübergaben oder der Präsentationen an ungewöhnlichen Orten - kam die noble Nissan-Tochter in Österreich nie über den Status einer Liebhabermarke hinaus. Erfolgreichstes Modell war der FX30d. Der Wegfall der Dieselmotoren war letztlich mitschuld, dass Infiniti nur auf 47 Neuzulassungen (2017) und 18 Einheiten (2018) kam.

Seit Infiniti Mitte März bekannt gab, dass man sich 2020 aus Westeuropa zurückziehen wolle, herrscht Unklarheit, was mit dem Bau südlich von Wien geschehen wird. Man habe das Geschäft ohnedies seit längerer Zeit auf Neu-, Jung- und Gebrauchtwagen von Nissan ausgerichtet, sagt Konrad Spes. Nun wisse man, dass man ab April 2020 etwas Neues im frei werdenden Schauraum anbieten könne. Die Frage ist nur, welche Marke das sein werde. (RED)