Verärgere deine Kunden nicht!

Verärgere deine Kunden nicht!

Viel haben wir in den vergangenen Jahren geschrieben über die Wichtigkeit von Kundenbeziehungen: Ohne die Menschen, die das eine oder andere Mal im Jahr in die Werkstätte und (hoffentlich) auch wieder zum nächsten Fahrzeugkauf ins Autohaus kommen, fließt kein Geld. Die Kunden sollten daher möglichst gut behandelt (und nicht verärgert) werden.

Natürlich gilt diese Regel auch für alle anderen Branchen. Nicht zuletzt deshalb haben viele Firmen Kundenbindungsprogramme: ganz egal ob es eine Supermarkt-Kette ist oder der Sporthändler meines Vertrauens. Ein E-Mail da, ein Brieferl dort, oft nett drapiert ein kleiner Gutschein - und schon kommt er wieder, der Kunde.

Doch es geht auch anders: Ich meine jetzt nicht jene Kunden, die (oft auch mangels Alternativen) ohnehin in Ihren Betrieb kommen, sondern ich spreche jene Firmen an, die Kunden verärgern. Zum Beispiel indem vereinbarte Lieferfristen nicht eingehalten werden - etwas, das jeder Kfz-Betrieb aus eigener Erfahrung kennt. Doch es muss gar nicht ein Neuwagen sein, bei dem das passieren kann. Oft reicht eine Kleinigkeit wie ein Briefmarkenalbum: Im Internet bestellt (und bezahlt) am 4. Jänner. 3 Wochen keine Antwort. Dann meine Anfrage, wann endlich mit der Lieferung zu rechnen sei - mit der lapidaren Antwort: "Derzeit befindet sich der bestellte Artikel im Lieferverzug. Daher bitten wir um Ihr Verständnis, dass sich die Auslieferung verzögert." Seither: Nichts mehr gehört.

Danke, liebe Leute von Primus! Jetzt bin ich genau so klug wie zuvor. Und um die Erkenntnis reicher, dass ich meine nächste Bestellung woanders tätigen werde! Ein Kunde verloren!

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