Wir benötigen weiter den Reifen

Wir benötigen weiter den Reifen

Conti Adapt als Reifen, der sich den Anforderungen anpasst

Als einer der führenden Erstausrüster weiß Continental, wohin die Reise geht, und ist bei der Technologie der Fahrzeuge wie auch der Reifen in der Entwicklung ganz vorn mit dabei.

Annähernd alle Zukunfts-Konzepte benötigen Räder und Reifen“, ist Robert Dworczak, Leiter Technischer Kundendienst bei Semperit Reifen überzeugt: „Wir werden weiterhin Straßen und damit weiterhin Reifen haben.“ Über seine Kollegen im Continental-Konzern wird Dworczak immer wieder ein Blick in die automotive Zukunft ermöglicht. Das betrifft sowohl die Erstausrüstung wie den Aftermarket und den Reifenbereich, wo Continental überall eine führende Rolle einnimmt.

Neue und alte Fahrzeugkonzepte

Ing. Dr. Sebastian Zier, der für Future Mobility Concepts bei der Continental AG verantwortlich ist, erklärt: „Die Megatrends wie die Urbanisierung erfordern neue Fahrzeugkonzepte, etwa vernetztes und autonomes Fahren, Carsharing und die E-Mobilität.“ Zier geht davon aus, dass es noch längere Zeit konventionelle Fahrzeuge geben wird, die teilautonom und als Hybrid bereits elektrifiziert sind. Im Luxus-Bereich wird es rein elektrisch und vollkommen autonom fahrende Modelle geben. Und als drittes Segment sieht Zier die Micro Mobility, wo in Ballungszentren sowohl kleine Robo-Taxis wie auch selbstfahrende Busse für etwa 10 Personen unterwegs sein werden. Doch was bedeutet das für den Reifen? Der wird in seiner Bedeutung, in seiner Komplexität und in seiner Vielfalt weiter wachsen. „Die saisonale Nutzung von Sommer- und Winterreifen wird es in den entsprechenden Märkten weiterhin geben“, ist Dworczak überzeugt. Ganzjahresreifen werden ebenso noch weiter zunehmen wie UHP-Modelle. Als dritten Bereich nennt Dworczak die Tall&Narrow-Modelle, also große und schmale Reifen für den reduzierten Rollwiderstand bei Elektrofahrzeugen.

Reifen als Sensor

Außerdem wird der Reifen in seiner Rolle als Sensor noch deutlich an Bedeutung gewinnen. „Neben den Sensoren für Fülldruck, Last- und Profiltiefe wird mit zukünftigen Lösungen letztlich auch der Grip-Oberflächen-Observierer, der auch Fahrzeuge im Umkreis über die Fahrbahnsituation informieren wird, Realität werden“, so Dworczak. „Der Reifenfachhandel wird mit der Technik sehr gefordert werden und es wird auch viel Non-Tire-Technology dazu kommen“, ist Dworczak überzeugt. Die Diagnose, Kalibrierung und Programmierung von den modernen Systemen sind eine Herausforderung, aber ebenso eine Chance für den Reifenhandel. Die Technologie von Reifen, Sensorik und Fahrzeugelektronik wächst nicht nur beim Fahrzeug und bei Continental zusammen, sondern auch beim Reifenspezialisten. Mit Continental sind die Partner auf die zukünftigen Entwicklungen vorbereitet.