Auto oder Abfall?

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Seit der Verwaltungsgerichtshof festgestellt hat, dass nicht mehr wirtschaftlich reparierbare Fahrzeuge als "gefährlicher Abfall" zu behandeln sind, stellt sich die Frage nach der exakten Unterscheidung. Eine neue Software verspricht Antworten.

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Mit dem "Autopreisspiegel", einem Computerprogramm zur Gebrauchtwagenbewertung anhand realer Marktpreise, hat sich Dr. Wolfgang Pfeffer einen Namen gemacht. Jetzt stellt sich der erfindungsreiche Gerichtssachverständige einer neuen Herausforderung: Es gilt zu klären, ob die Reparaturkosten eines Fahrzeugs den Zeitwert so stark übersteigen, dass von einer bestimmungsgerechten Verwendung in Österreich nicht mehr ausgegangen werden kann. Dann wird das Unfallauto nämlich zum "gefährlichen Abfall", der weder exportiert noch (außerhalb bestimmter genehmigter Betriebsstätten) verwertet werden darf.

Transparente Berechnung

"Bei ihrer Arbeit müssen die kfz-technischen Sachverständigen auf Basis der österreichischen Reparaturkosten feststellen, ob diese Abfalleigenschaft vorliegt", erläutert Pfeffer. Dabei dürfe nicht nur von den Durchschnittspreisen der gewerblichen Werkstätten ausgegangen werden, da Reparaturen schließlich auch in Eigenregie oder mit Gebrauchtteilen durchgeführt werden könnten. Zudem müsse zwischen einer vollständigen Wiederherstellung oder -bei älteren Fahrzeugen -einer schlichten Reparatur bis zur §-57a-Tauglichkeit unterschieden werden. Diese vielfältigen Facetten werden im Programm berücksichtigt, wobei bei ihrer Gewichtung viel von den Fach-und Marktkenntnissen des Sachverständigen abhängt. Am Schluss steht eine klare Aussage, ob es sich um "latenten Abfall" handelt.

Das im Autopreisspiegel ohne Aufpreis enthaltene "Abfallprüfmodul" wurde in den vergangenen Wochen erfolgreich erprobt. Demnächst wird es allen Nutzern zugänglich sein. (HAY)

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