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Deutliches Plus bei Pkw-Neuzulassungen

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Deutliches Plus bei Pkw-Neuzulassungen
Andreas Granzer-Schrödl

(v.l.n.r.) Dr. Peter Laimer, Dipl.-Ing. Brigitte Allex (beide Statistik Austria), Günther Kerle (Sprecher der Automobilimporteure), Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner (Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel), Dr. Christian Pesau (Geschäftsführer der Automobilimporteure)

Nach einem schwierigen Jahr 2022 kann sich der Fahrzeughandel 2023 zumindest über ein deutliches Plus freuen. Damit wurde auch der Abwärtstrend gestoppt.

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Der Autobranche in Österreich geht es besser als 2022. Aber man ist noch weit entfernt von gut. Darin waren sich alle Branchen-Experten bei der Präsentation der jährlichen Neuzulassungszahlen einig. Aber man konnte zumindest den Negativtrend beenden.

Mit 11,2 Prozent mehr Pkw im Vergleich zu 2022 wurden im Vorjahr 239.150 neue Fahrzeuge zugelassen, wie die Zahlen der Statistik Austria zeigen. Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr zuvor, gab es 2023 in allen Monaten signifikante Anstiege. „Allerdings bleibt Österreich damit unter dem EU-Schnitt von 15,2 Prozent“, wie Dipl.-Ing. Brigitte Allex von der Statistik Austria bei der jährlichen Pressekonferenz erklärte.

Alternative Antriebe auf dem Vormarsch
Einen besonderen Aufschwung haben im vergangenen Jahr die rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge erlebt. Mit 47.621 neuzugelassenen E-Pkw ist der Anstieg mit 39,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr signifikant. Und auch der Hybridantrieb wurde im Jahr 2023 gern gekauft. Bei Benzin-Hybrid gab es einen Anstieg von 30,1 Prozent und bei Diesel-Hybrid von 8,9 Prozent. Mittlerweile liegt der Anteil an den alternativen Antrieben bei 48 Prozent, was einem deutlichen Plus gegenüber 2019 entspricht. Denn damals lag der Anteil noch bei 7 Prozent.

Für Günther Kerle, Sprecher der Österreichischen Automobilimporteure, ist der Weg in den kommenden Jahren klar: „Die Zukunft bei den Pkw ist elektrisch – zumindest in Europa. Trotz vieler neuer Modelle und Verbesserungen bei Batterien und Reichweite ist die Unsicherheit speziell im Privatkundenbereich aber noch immer sehr hoch.“

Denn von allen elektrischen Fahrzeugen, die im Vorjahr zugelassen wurden, sind fast 80 Prozent von juristischen Personen, also Firmen oder Gemeinden zugelassen worden.

Für Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel, ist die Lösung des Problems klar: „Wir setzen uns als Interessensvertretung vehement dafür ein, dass der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen für eine funktionsfähige, flächendeckende und leistungsfähige Strom- und Ladeinfrastruktur schaffen soll.“ Explizit bedankt sich Edelsbrunner dafür, dass die E-Mobilität weiter gefördert wird. Kritisch sieht der Obmann allerdings, dass man fast 80 Prozent der E-Fahrzeug-Käufer, nämlich Unternehmen, aus der Förderung ausschließt.

Ähnliche Auftragslage für 2024 erwartet
2023 wurden noch einige Rest-Bestellungen aus dem Jahr 2022 abgearbeitet, was auch einer der Gründe für den deutlichen Anstieg bei den Neuzulassungen 2023 ist. Für dieses Jahr ist Edelsbrunner optimistisch: "Wir sind wieder Lieferfähig. Die Händler haben Neufahrzeuge im Haus, die Lager sind voll und wenn man sich die Werbung der Hersteller aktuell ansieht, dann merkt man, dass die Lieferschwierigkeiten der vergangenen Jahre behoben wurden."

Unsicherheiten gäbe es aber immer noch, denn "durch die Preissteigerungen des vergangenen Jahres überlegen viele Kunden zwei Mal, ob Geld für ein neues Auto da ist", so der Obmann des Fahrzeughandels.

Diese Unsicherheiten sind für Günther Kerle auch der Grund, warum er 2024 mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2023 rechnet: "Das 1. Halbjahr wird vom geordneten Abbau der Auftragsbestände dominiert werden, während das 2. Halbjahr von Produktneuheiten und absatzbelebenden Maßnahmen geprägt sein wird. Trotzdem rechnen wir nur mit einem ähnlichen Geschäftsjahr wie 2023."

Volkswagen bleibt Marktführer
VW bleibt weiterhin das Lieblingsauto der Österreicher. 14,1 Prozent der neuzugelassenen Pkw 2023 stammten vom deutschen Autohersteller aus Wolfsburg. Dahinter kommt Markentochter Skoda (9,9 Prozent) gefolgt von BMW (7,5 Prozent) und Audi (6,4 Prozent).

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