Gut, dass es sie gibt

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Gut, dass es sie gibt

Nach vier Tagen ist am 23. Juni die AutoZum zu Ende gegangen. Als Bilanz stehen trotz überschaubarer Besucherfrequenz die nach wie vor hohe Wichtigkeit für die Branche und die Qualität der Kontakte.

Auch wenn der Juni-Termin alles andere als ideal einzustufen war und die Hitzewelle und die hohe Auslastung in den Kfz-Betrieben das Publikum nicht gerade in Scharen in die Mozartstadt lockte, waren die Aussteller überwiegend zufrieden. „Qualität statt Masse“, lautete das Fazit über die zustande gekommenen Kontakte. Und auch wenn die Corona-Pandemie gefühlt schon etwas länger -hinter uns liegt, so hatte man doch den Eindruck, dass auch in Salzburg der persönliche Kontakt zwischen Herstellern, Lieferanten, Handel und Kunden durch nichts ersetzt werden kann. Demzufolge fiel das Fazit der Aussteller schlussendlich versöhnlich aus: „Wir stehen derzeit vor großen Veränderungen wie neue Fahrzeugantriebe, Digitalisierung, aber auch Weiterentwicklungen im Bereich des Personalthemas, sprich Mitarbeitersuche. Zu allen diesen Themen hat die AutoZum interessante Neuigkeiten und Denkanstöße bieten können“, erklärt Mag. Ernst Kieslinger, Geschäftsführer von Autobedarf Karl Kastner.

Eine Branche im Umbruch
Überhaupt befindet sich die Branche im Umbruch, war vielerorts zu hören. Durch globale Megatrends ausgelöst, können sich auch die Kfz-Betriebe in Österreich dem Wandel nicht entziehen. Auf die zunehmende Digitalisierung müsse man vorbereitet sein, und daneben auch andere Themen wie Energieeffizienz sowie Mitarbeitergewinnung und -bindung nicht außer Acht lassen, wolle man auch in Zukunft reüssieren. Der Fachkräftemangel und Lösungen dafür sowie die vernetzte Werkstatt und ein großer E--Mobilitätsbereich, der sich unter anderem mit Arbeitsschutz und dem richtigen Umgang mit Traktionsbatterien befasste, wiesen den Fachbesuchern den Weg in die Zukunft. „Die Lösung liegt ganz klar in der Steigerung der Produktivität und hier kommt man an Vernetzung und Digitalisierung nicht vorbei“, betonte Ing. Helmut Stuphann, MBA, Leiter Bosch Automotive Aftermarket Österreich.
Die ausstellenden Firmen waren und sind auf den viel zitierten Umbruch gut vorbereitet. Das zeigten einmal mehr die in Salzburg präsentierten Produkte, Lösungen und Dienstleistungen. Nun muss Sensibilität in den Reihen der Anwender geschaffen werden: Die ist vielerorts bereits vorhanden, aber nicht überall und auch nicht in jeder Altersgruppe der Firmenchefs. Und nicht zuletzt sind auch die notwendigen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit nicht zu unterschätzen.

Nächste AutoZum im Jänner 2025
Die AutoZum hat sich auf jeden Fall als Treffpunkt der Branche einmal mehr bewährt. Und so hegen sowohl die Verantwortlichen von Veranstalter RX und auch das Gros der vom A&W-Team befragten Aussteller den Wunsch, 2025 wieder eine AutoZum, aber am angestammten Jännertermin, durchzuführen. Offen ist aber, ob die Fachmesse wie heuer von Dienstag bis Freitag oder doch wieder – wie in früheren Zeiten – von Mittwoch bis Samstag über die Bühne gehen soll.
Der Samstag könnte also ein Revival erleben – sinnvollerweise, da bei Vollauslastung unter der Woche in den Kfz-Betrieben die Werkstattverantwortlichen zumindest am Wochenende einen Sprung auf der Fachmesse vorbeischauen könnten.

Viel Know-how zu Daten

Viel Know-how zu Daten

Als „Datenleuchtturm im Fahrzeug“ versteht sich Carmunication mit Obmann Walter Birner. Der Verein setzt sich intensiv mit der Datengenerierung und -verwendung im Fahrzeug auseinander.

Kunde soll entscheiden

Kunde soll entscheiden

Das Datenvolumen aus Fahrzeugen nimmt mit ­jeder Generation zu. Damit wird auch der Zugang für die freien Betriebe immer wichtiger.

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