Am Anfang steht der Bedarf

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Am Anfang steht der Bedarf
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Sind E-Ladeinfrastruktur-Maßnahmen geplant, so müssen vorab der konkrete Bedarf und die vorhandene Netzanschlussleistung geklärt werden.

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Die relevanten Fragen: Wie viele E-Autos kommen in die Werkstatt, wie viele stehen gerade auf der Hebebühne und wie viele müssen (gleichzeitig) geladen werden? „Oftmals reicht ein dynamisches Last-management aus, falls eine Anspeisung aus dem Niederspannungssegment, der 380-V-Ebene, vorhanden ist“, erklärt Gerhard Prochaska, Leitung Netz-technik Strom bei Wiener Netze.
Im Mittelpunkt von E-Ladeinfrastruktur-Maßnahmen steht aber auch die Frage der Netzbelastung und damit auch der Kosten, die anfallen – konkret Netzzutritts- und Netzbereitstellungsentgelte. Befindet sich am Standort ein vorgelagertes Netz aus der Mittelspannungsebene (10 bzw. 20 kV), so kann dies vor Ort mittels Transformatorstation auf die 380-V-Ebene transformiert werden. „Eine Trafostation verursacht aber nicht nur Kosten, sondern bringt auch einen gewissen Platzbedarf mit sich, der in urbanen Gebieten oftmals nur eingeschränkt vorhanden ist“, gibt Prochaska zu bedenken. „Lastmanagement statt größerer baulicher Maßnahmen“, lautet somit die Abwägung. Nicht zuletzt führe die Klimadiskussion zu mehr Sensibilität: „Wir betrachten immer das Gesamtprojekt, konkret die Möglichkeit der Einbettung von Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen und Energiespeichern, aber vorrangig das Nutzerverhalten.“ Beratung stehe hier im Vordergrund: „Wenn Planer an uns herantreten, hinterfragen wir auch die Zukunft des Projekts“, so Prochaska.

Was benötigt ein Autohaus?
Im Kfz-Betrieb sind die Ladezeiten in der Regel kürzer, außerdem werden viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen. „Beträgt der Gleichzeitigkeitsfaktor im Büro-Umfeld 0,3, so liegt er im Autohaus bei 1,0“, erklärt Alexander Decker, Projektleiter E-Mobility beim Verbund. Bei Inter-Car in Strasshof hat der Verbund gemeinsam mit Autohaus-Geschäftsführer Roman Wendt ein E-Ladeinfrastruktur-Projekt umgesetzt. Insgesamt wurden 4 Ladepunkte (jeweils 11 kW) installiert, ein 50-kW-Schnelllader war bereits vorhanden und alle Ladepunkte sind öffentlich zugänglich. Eine 70-kWp-Photovolaikanlage sorgt dafür, dass der (unveränderte) Netzanschluss nicht überbelastet wird. Der Verbund war unter anderem für das elektrotechnische Gesamtkonzept, die Steuerung des Lastmanagements und die Installation der Wallboxen zuständig. Aktuell arbeitet man an der Einbettung von Second-Life-Batterien als statio-närer Speicher, Start bei Inter-Car nicht vor 2025. 

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