Der Lead, das wertvolle Gut

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Der Lead, das wertvolle Gut

Die Gesellschafter von Lead4Car: Marco Malz, Ben Hübner und Markus Gold

Wie bringt ein Autohaus einen Kunden, der sein Fahrzeug weit entfernt gekauft hat, in seine Werkstatt? Lead4Car hat dazu ein System entwickelt und überlegt einen Start in Österreich.

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Ein gewisser Stolz ist Markus Gold anzusehen: Er hat mit seinem Team ein Modell entwickelt, das in Deutschland seit Herbst 2021 mit großem Erfolg läuft. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Kunde aus München findet in Frankfurt genau jenes Auto, das er lange gesucht hat, zu einem guten Preis. Doch wo soll er das Fahrzeug in seinem Heimatort zum Service stellen, wenn er noch keine Werkstatt hat? Genau hier kommt Lead4Car ins Spiel.
Denn das Motto von Markus Gold lautet: „Egal wo das Auto gekauft wurde, es sollte in unsere Werkstatt.“ Er weiß, wovon er spricht, hat er doch 33 Jahre Erfahrung im Autohaus Kunzmann, einem auf Mercedes spezialisierten Betrieb mit Hauptsitz in Aschaffenburg und 10 Standorten.

„Wir handeln die Leads untereinander“
Die Plattform vermittelt Adressen und Fahrzeugdaten aus dem Einzugsgebiet eines Autohauses: „Unsere Idee ist neu, wir sind die Ersten am Markt, die das anbieten“, sagt Gold. Mehr als 600 Verkäufer, vor allem von Mercedes und aus der Volkswagen-Gruppe, haben sich bereits angemeldet. Laut Angaben von Gold sind in Deutschland rund 30 Prozent der Interessenten bereit, 150–200 Kilometer weit zu fahren, um ein Fahrzeug zu kaufen. „Wir handeln dann die Leads untereinander.“
Das funktioniert ganz einfach: Jedes Autohaus, das sich bei Lead4Car angemeldet hat, muss angeben, welche Fahrzeuge es sucht – also welches Modell, welches Alter und wie weit entfernt vom Autohaus der Kunde wohnen soll.  
Dann kommt das verkaufende Autohaus ins Spiel: Es gibt die Fahrzeugdaten ein und sieht binnen Sekunden alle jene Betriebe, die sich für diesen Kunden bzw. dessen Modell interessieren: „Dann kann jeder Kunde entscheiden, welches Autohaus er wählt.“ Zwischen dem vermittelnden Betrieb und der neuen Werkstätte fließt für jeden Lead Geld, laut Gold sind es je nach Modell zwischen 45 und 65 Euro bei einem Mercedes. Die neue Werkstatt kann dem Neukunden auch ein Begrüßungs-E-Mail schicken: „Das ist ein Elfmeter. Man muss ihn nur noch verwandeln – etwa wenn man auch ein Angebot zur Reifeneinlagerung schickt und 10 Prozent Rabatt gibt.“
Nach dem Start in Deutschland mit 270 Mercedes--Standorten (November 2021) und den VW-Marken (erst im Herbst 2022) streckt Lead4Car seine Fühler auch nach Österreich aus. Gold: „Es bringt aber nur etwas, wenn wir eine Abdeckung von mindestens 50 Prozent erreichen.“ 

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