22 Lubricated by Castrol, oder: Der Ent-Emotionalisierer

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22 Lubricated by Castrol, oder: Der Ent-Emotionalisierer
Castrol

Castrol präsentiert sich im Autobusiness als Schmiermittel-Großmacht. In Österreich seit über 50 Jahren in besonderer Weise. Für die Fortsetzung dieses Zustandes sorgen Mitarbeiter wie Gerhard Wolf, die die wirtschaftliche Gesamtlage im Land stets im Blick haben.

Die meisten Experten sehen den Höhepunkt der Pandemie erreicht und auch den des Erdöls. Also sieht Gerhard Wolf, seit 1985 im Konzern tätig, seine Aufgabe in der Zukunft darin, situationsgerecht das Schmiermittelgeschäft zu managen. Nostalgiker erinnern sich daran, wie Unternehmenskultur analog zum Markterfolg gepflegt wurde,ein respektvoller Umgang intern wie auch mit Partnern und Behörden eine wirtschaftlich erfolgreiche und stabile Marktentwicklung garantierte. Eine Verhaltensänderung im Sinne der Ressourcenschonung durch Effizienzsteigerung war die Folge: Benzin wurde bleifrei, der Katalysator Pflicht, Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden eingeführt. Das ging auch an den Konzernen nicht spurlos vorüber, der Verdrängungswettbewerb hielt Einzug. Fusionen -Eins +Eins =Zwei -stellten die Belegschaft und ihre Leidenschaft für die Marke durch unterschiedliche Unternehmenskulturen vor Herausforderungen.

Lautlos und dennoch erfolgreich
Inmitten dieser Entwicklungen begann Gerhard Wolf, im Verkaufsinnendienst die Karriereleiter bei Castrol hochzusteigen. Die Integration der Marken bp, Aral, Vedool begleitete er ebenso unaufgeregt wie vom Konzern verordnete Schlankheitskuren. Nebenher sammelte er Auslandserfahrungen. Teile des heimischen Kfz-Werkstattgeschäfts bekam das oberösterreichische Familienunternehmen Obereder samt Spitzenpersonal überantwortet. Dennoch hält der Wiener die Fäden fest in der Hand, und das an neuer Adresse im neu errichteten Geschäftsviertel des Wiener Hauptbahnhofs. Alle Wege stehen ihm offen: Wolf, dessen Eigenschaft die lautlose und dennoch erfolgreiche Umsetzung der Konzernvorgaben ist, stellte in der Schweiz seinen Mann und wurde 2014 Geschäftsführer von Castrol Austria. Die nunmehrige, nach über 50 Jahren verfügte Werkschließung in Wiener Neudorf ist Angelegenheit der Technikspezialisten aus dem Konzern. Mit dem Verschwinden von Firstfill verschwand die offenkundige Sichtbarkeit der Marke, ein Abschied von alter Glorie. Firstfill sind heute genuine Öle in Verfügung der Autohersteller. Doch die Kräfte verschieben sich von früher 80 Prozent Pkw-hin zu 40 Prozent Industrieölen. Das Marketing findet immer mehr im Internet statt. Influencer gewinnen an Bedeutung. Hin zur digitalen Vermarktung macht der vife Manager jetzt auch in Deutschland das Castrol-Schiff klar für den in Richtung Dekarbonisierung schlingernden Wettbewerb. Eine gewaltige Herausforderung, der sich auch der Marktprimus stellt, die Kfz-Elektrifizierung schmälert die Ertragsmöglichkeiten gewaltig. Wen verwundert es, dass Castrol, eingebettet im bpKonzern, sich der Ladeinfrastruktur annimmt, das nächste Geschäftsfeld mit guten Profitchancen. Die Markenbekanntschaft, zeigt sich Wolf als "Fluidiencer" zuversichtlich, wird den Erfolg auf neue Weise für Castrol fortschreiben können. E-Fluids (0W-16, 0W-20) und neue Produktnamen für synthetische Automatikund Getriebeöle sowie Frostschutzmittel für die Batteriekühlung zeigen neue Absatzchancen auf. Also bleibt zu hoffen, dass auch hier die Aussage des visionären EX-Chefs von bp, Lord John Browne, zutrifft: "The best is still to come!" Das Unternehmen und Mitarbeiter wie Wolf sind darin spezialisiert, das Beste aus verschiedenen Welten -analog wie digital - den Kunden zu vermitteln. 22
 

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