Am Wachstum teilnehmen

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Am Wachstum teilnehmen

Michael Peschek-Tomasi, MIB

point-S-Geschäftsführer Michael Peschek-Tomasi beleuchtet in einem Gastkommentar das dauerhafte Wachstum im Reifenhandel und seine kommenden Folgen.

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Dass sich dauerhaftes Wachstum und fortwährende Steigerung des Ressourcenverbrauchs à la longue nicht ausgehen, leuchtet uns allen ein. Dass wir trotzdem mit unseren Wirtschaftssystemen alles darauf ausrichten, dass es machbar sei, begründen wir mit der unendlichen Innovationsfähigkeit und Schaffenskraft von uns Menschen.
Bekommt das Smartphone regelmäßig mehr Features, darf es auch teurer werden. (Wachstum erzielt). Ähnlich verhält es sich beim KFZ-Reifen. Immer mehr Innovationen, Individualisierungen machen das Produkt sicherer und innovativer und berechtigt teurer. So weit, so gut.
In absoluten Stückzahlen hat der österreichische Markt seinen Peak erreicht. Ein paar Prozent geht es in den nächsten Jahren noch bergauf, und nach einer Stabilitätsphase wird die Nachfrage sogar sinken.
Wachstum wird also lediglich durch Innovation möglich sein. Eine Folge daraus ist, dass die Reifen immer größer werden. Zum generellen Dimensions-Wachstum in der Erstausrüstung kommen die größere
Bereifung in der E-Mobilität, die Produktindividualisierung mit OE-Kennzeichnung sowie die Explosion der Artikelvielzahl. Das Wachstum hat dabei funktioniert.
Doch das Wachstum kommt gemeinsam mit Teuerung aus Rohstoffen, Logistikkosten und der Mixverschiebung. Damit steigt neben dem höheren Restlager-Risiko aus der komplexeren Planung auch der Wert der zu finanzierenden Ware und deren Lagerhaltungskosten. Auf der verfügbaren Fläche haben weniger Reifen Platz, das Gewicht der Kompletträder hat sich mitunter verdoppelt, wodurch der Durchsatz auf der Bühne ebenso sinkt wie durch die zusätzlich für RDKS benötigte Zeit.
Wer jetzt nicht seine Kostenrechnung hinterfragt, Prozesse optimiert und sich den Anforderungen stellt, der wird an dem Wachstum nicht teilnehmen und abgehängt werden. Traurig und brandgefährlich ist dabei, dass es nur einiger weniger bedarf, welche die Zeichen der Zeit nicht erkennen und im eigenen Untergang dem ganzen Umfeld schaden (wie in den letzten Jahren mehrfach erlebt).
Dabei darf sich jeder Autofahrer heute schon glücklich schätzen, wenn er im Ballungszentrum einen Depotplatz beim-Fachhandel ergattert hat.
 

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