Normalisierung erst 2023

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Normalisierung erst 2023

Welche Beeinträchtigung haben die Neuwagen-Lieferschwierigkeiten in Ihrem Unternehmen (gegenüber dem Normaljahr 2019) verursacht? Bitte schätzen Sie, um wie viel Prozent die Auslieferungen der Neuwagen dadurch zurückgegangen sind.

Nach dem 4. Quartal 2021 beschäftigt sich der Händler- Trend Barometer Österreich mit der Liefersituation im Neuwagen-und Gebrauchtwagen-Handel.

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Einen Rückgang der Neuwagen-Auslieferungen von durchschnittlich 34 Prozent gegenüber dem Normaljahr 2019 ergibt die 14. Welle des Händler- Trend Barometers Österreich, die nach dem 4. Quartal 2021 von puls Marktforschung GmbH/Schwaig (D) in Kooperation mit Santander Consumer Bank GmbH/Wien sowie AUTO&Wirtschaft durchgeführte wurde. 30 Prozent der befragten Markenbetriebe geben einen Rückgang zwischen 1 und 20 Prozent an, bei 28 Prozent sind es zwischen 21 und 40 Prozent. Rückgänge zwischen 41 und 60 Prozent melden noch 15 Prozent der interviewten Händler. Dabei treten Unterschiede bei den Marken auf: Währendbei den großen Marken durchschnittlich ein Rückgang von 32 Prozent angegeben wird, liegt dieser Wert bei den Premiummarken im Durchschnitt bei 42 Prozent.
 

Normalisierung der Lieferfähigkeit erst 2023
Laut Informationen der Importeure an ihre Händler wird es in der Mehrheit der Fälle noch keine Verbesserung der Liefersituation im Jahr 2022 geben. Auf die Frage "Welchen Zeithorizont nennt Ihr Importeur für eine Normalisierung der Lage?" wird von 36 Prozent der befragten Markenhändler die Antwortmöglichkeit "Länger/erst ab 2023" gewählt. 20 Prozent erhalten "Keine oder nur ungenaue Angaben des Importeurs". 17 Prozent der interviewten Betriebe geben an, eine Normalisierung bis zum Ende des 4. Quartals in Aussicht gestellt bekommen zu haben, bei 21 Prozent soll das bis zum Ende des 3. Quartals der Fall sein.
 

GW-Rückgang liegt im Schnitt bei 32 Prozent
Der Gebrauchtwagen-Mangel hat bei den beim Händler-Trend Barometer Österreich befragten Markenbetrieben einen Auslieferungsrückgang von durchschnittlich 32 Prozent gegenüber dem Normaljahr 2019 verursacht. 33 Prozent der interviewten Markenhändler geben einen Rückgang zwischen 1 und 20 Prozent an, bei weiteren 33 Prozent sind es zwischen 21und 40 Prozent. Rückgänge zwischen 41 und 60 Prozent melden noch 14 Prozent der befragten Betriebe.

Mehrere Reaktionen auf die Rückgänge
84 Prozent der beim Händler-Trend Barometer Österreich befragten Markenbetriebe geben "Neue Zukaufsquellen für Gebrauchtwagen" als geplante bzw. bereits umgesetzte Maßnahme aufgrund der Beeinträchtigungen im Neuwagen-und Gebrauchtwagen-Bereich an. "Generelle Kosteneinsparungen" werden von 68 Prozent der interviewten Händler genannt, 60 Prozent geben die "Inanspruchnahme von Unternehmenshilfen der Regierung" an. "Kooperationen mit anderen Händlern" sind für 57 Prozent eine geplante oder bereits umgesetzte Maßnahme, "Neue Marken" sind es für 28 Prozent. Im personellen Bereich nennen 37 Prozent "Provisions-bzw. Gehalts-Stützung bei den Verkäufern" als Maßnahme, 31 Prozent nutzen weiterhin bzw. verstärkt die Möglichkeit der Kurzarbeit, Personal- Freisetzung ist bei 11 Prozent der kontaktierten -Markenbetriebe-notwendig.

 

Kundenbindung im Fokus

Die Ergebnisse der 14. Welle des Händler-Trend Barometers Österreich, der von puls Marktforschung in Kooperation mit Santander Consumer Bank und AUTO & Wirtschaft  quartalsweise erstellt wird, sind nicht überraschend. Die Rückgänge zeichnen sich natürlich auch in den Zulassungszahlen ab. Wie aus der Kommunikation der Importeure mit den Händlern ersichtlich, wird das Thema die Branche aber noch länger beschäftigen. Besserungen sind zwar in Sicht, eine Normalisierung wohl aber eher 2023 realistisch.

Umso wichtiger ist es, bei der geringeren Zahl an Fahrzeugen alle Ertrags- und Kundenbindungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Dazu gehören natürlich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, die direkte Erträge bzw. Provisionierungen für Betriebe und Verkäufer einbringen. Zudem wird dadurch der Kundenkontakt gestärkt. In allen Fragen rund um das Auto sowie bei Finanzierung und Versicherung sollte das Autohaus der erste Ansprechpartner sein.

Das erhöht das Potenzial für direkte Geschäfte, für Werkstattaufträge und natürlich für die Wiedermotorisierung. Nur so kann die Kundenloyalität entsprechend hoch gehalten werden, um das Geschäft in der schwierigen Zeit am Laufen zu halten.

Apropos Kundenloyalität: „Die Kunden bekommen auch bei anderen Marken keine Fahrzeuge“, geben 84 Prozent der beim Händler-Trend Barometer befragten Kfz-Betriebe an. 64 Prozent bestätigen die Aussage „Unsere Kunden sind loyal und geduldig.“

 

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