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li.: Holger Nelsbach ist neuer Chef von Toyota in Österreich, re.: Heiko Twellmann

Kurz vor seinem Wechsel nach Brüssel gab Heiko Twellmann, Chef von Toyota Austria, noch ein Interview. Sein Nachfolger ist Holger Nelsbach.

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A&W: Warum sind bei Toyota im Jahr 2021 die Marktanteile gestiegen?
Heiko Twellmann: Das ist das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit: Im ersten Jahr meiner Tätigkeit in Österreich, 2019, hatten wir einen Marktanteil von 2,0 Prozent. Das lag etwa im Bereich des Durchschnitts der vergangenen 10 Jahre, der bei 2,1 Prozent liegt. 2020 kamen wir schon auf 2,3 Prozent, und das trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in Folge des Ausstiegs der Familie Frey und natürlich von Corona. Heuer haben wir ein eingespieltes Team im Haus und ein gestärktes Händlernetz. Per Ende November, liegen wir bei Pkws und leichten Nutzfahrzeugen zusammengerechnet bei 2,7 Prozent.

Ihre Marke war vom weltweiten Mangel nicht so stark betroffen wie andere Hersteller. Warum?
Twellmann: Da muss man zurückblicken bis zum Erdbeben von Fukushima. Damals litten wir, weil Teile durch den Ausfall von Fabriken im Zuge der Naturkatastrophe fehlten und Autos nicht produziert werden konnten. Daher haben wir entschieden, dass gewisse Sicherheitsbestände auf einem höheren Niveau vorhanden sein müssen. Zusätzlich haben wir versucht, die Komplexität an Halbleitern bei allen unseren Modellen zu reduzieren, was uns jetzt die Arbeit deutlich erleichtert hat. Und drittens verfügen wir über partnerschaftliche Beziehungen mit unseren Lieferanten unter dem Motto "Leben und leben lassen". Wir haben auchunsere Orders an Halbleitern früh platziert und während COVID aufrechterhalten.

Im Sommer kommt das Elektroauto bZ4x. Sind Sie mit den Elektroautos nicht zu spät dran?
Twellmann: Wir haben immer gesagt, dass wir BEVs dann in jenen Märkten im Angebot haben werden, wenn die natürliche Nachfrage kommt.

Kein anderer Hersteller -vielleicht mit Ausnahme von Hyundai -hat sein Netz in den vergangenen Jahren inÖsterreich so stark umstrukturiert.
Twellmann: Per heute haben wir 7 neue Unternehmer an Bord und planen mit 2 bis 3 weiteren in der nächsten Zeit. Konzerne wie die AVAG oder Denzel sind ebenso dabei wie lokale Helden, die eine gute Position in ihren Märkten, also meist in kleinen Städten, haben. Insgesamt werden 20-25 Prozent des künftigen Fahrzeugabsatzes schon von neuen Partnern kommen. Noch laufen nicht alle neuen Partner auf allen Zylindern. Das geht ja nicht so einfach wie Licht einschalten, das braucht seine Zeit.

Ist der Netzumbau damit abgeschlossen?
Twellmann: Ein Netz ist nie abgeschlossen, denn zum Beispiel gibt es -auch bei den anderen Marken -Händler, die keine familiäre Nachfolge in ihrem Unternehmen haben. Wenn dann finanzstarke Firmen Lust auf Wachstum haben, fördern wir diese Lösung. Es wird also in Zukunft weniger Unternehmer, aber hoffentlich gleich viele Standorte geben. Das bedeutet mehr Fahrzeuge pro Unternehmer und somit mehr Ertragschancen.
 

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