Ein bissi Messe

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Ein bissi Messe

Man darf nicht undankbar sein in Zeiten wie diesen: Die Veranstalter haben sich bemüht, bei der IAA Mobility in München eine völlig neue Art der Messe zu zeigen. Ob das Konzept Bestand hat, wird man in 2 Jahren sehen.

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Was haben wir nicht alle gejammertüber die endlosen Hallen in Frankfurt, über die Massen an frühen Besuchern, über die Flut an Neuheiten! Und heute? Heute ist IAA (mit dem Zusatz Mobility), und kaum jemand geht hin. Die Messe, die stets rund 1 Million Gäste nach Frankfurt gelockt hatte, brachte heuer nur noch rund 400.000 Besucher auf die Beine.
Veranstaltet wurde die Messe wie bisher vom Verband der Automobilindustrie e.V.; neu war die Stadt: Nachdem sich das Konzept der vergangenen Jahrzehnte schon 2019 in Frankfurt als veraltet herausgestellt hatte, wurde ein neuer Ort gesucht -und die Messe München GmbH lieferte im Wettlauf mehrerer deutscher Städte das überzeugendste Konzept ab. Das war Ende 2019, wenige Monate vor dem Ausbruch von Corona.

Besucher hielten sich an Einschränkungen
Seither hat sich viel getan: Und daher weiß niemand, wie viele Menschen gekommen wären, hätte es keine Pandemie (und die damit verbundenen Einschränkungen) gegeben. Wichtig ist: Die Besucher in den Hallen waren fast zu 100 Prozent mit Maske unterwegs, und auch 3 Wochen nach dem Ende war kein Cluster an Ansteckungen festzustellen. Insofern hat sich das System mit vielen Tests und anderen Vorsorgemaßnahmen also bewährt. Die Zahl von 400.000 Besuchern lieferten die Veranstalter bereits am Nachmittag des 12. September ab: zu einem Zeitpunkt also, als sich gerade die letzten Interessierten auf den Weg ins Messegelände und/oder zu den Ausstellungsplätzen in der Münchner Innenstadt machten. Diese 400.000 Menschen kamen übrigens aus 95 Ländern. Laut den Informationen der Veranstalter gab es 744 Aussteller: Doch das ist eine Zahl, die nicht viel aussagt, denn von der Fülle an internationalen Autoherstellern wie noch vor einigen Jahren ist der Messeplatz Deutschland heute leider weit entfernt (und mit Opel fehlteauf Geheiß der neuen Konzernmutter Stellantis auch einer der einstmals stolzen deutschen Produzenten in München). Klar, dass dadurch auch Peugeot und Citroën keine Autos zeigten: Aus Frankreich war aber immerhin Renault mit dabei, dementsprechend groß war das Interesse am Mégane E-Tech Electric(kommt im März zu uns). Auch für die rumänische Tochter Dacia wird sich der Besuch in München ausgezahlt haben: Der Stand für das neue Modell namens Jogger vor den Messetoren war unübersehbar.

Viele Hersteller suchte man vergeblich
Japaner? "Nani mo mienai", sagt der Google Translator, wenn man "nichts zu sehen" eingibt und die japanischeÜbersetzung haben will. Kein einziger japanischer Hersteller war vor Ort. Von den Koreanern hatte Hyundai, sonst immer opulent vertreten, in den Hallen einen kleinen Stand ohne wirkliche Neuheiten. Kia war nur in der Stadt präsent. In der Stadt? Ja, denn dort gab es auf verschiedenen Plätzen weitere Programmpunkte der einzelnen Hersteller: Wer das alles in einem Tag (und mehr Zeit nimmt sich der durchschnittliche IAA-Besucher nicht) schaffte -Hut ab. Und doch: Einen vollzähligen Überblick über die automobilen Neuheiten kommender Monate hatte man auch dann nicht. So hatten vermutlich diewirklichen Neulinge wie die beiden chinesischen Marken Wey und Ora (die beide auch einen Start in Österreich auf dem Schirm haben) relativ viel Zulauf. Und auch der Schweizer Hersteller Microlino beeindruckte, in der gleichen Halle wie Volkswagen, mit seinem niedlichen kleinen Elektroauto (für das man in Österreich noch einen Vertrieb sucht). Wir wollen nicht verschweigen, dass auf der IAA Mobility auch 75 Fahrradproduzenten vor Ort waren. Daher sprachen die Veranstalter nach der Messe von einem mutigen Schritt, der belohnt worden sei. Die IAA Mobility sei die größte Mobilitätsausstellung der Welt, hieß es in einer Presseaussendung.
Ob das in 2 Jahren auch noch so ist? Der Termin steht mit 5. bis 10. September 2023 jedenfalls schon fest. Wieder in München!
 

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