Es geht auch "ohne"

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Es geht auch "ohne"

Die "Markenwelt" ist derÜberzeugung, dass ohne Marken- oder Servicevertrag ohnehin bald kein Fahrzeug mehr gewartet oder repariert werden kann. Der "Independent Aftermarket" mit freien Werkstätten, Ersatzteilherstellern und -händlern sowie Werkstattkonzepten und -ausrüstern sieht das anders.

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Es ist kein großes Geheimnis, dass die Fahrzeughersteller auch den Aftermarket mehr und mehr an sich binden wollen. VW-Boss Herbert Diess sagte dies ganz offen bei einer Strategiepräsentation im Sommer. Dennoch: Wenn man in freien Kfz-Werkstätten fragt, wie groß die Sorgen um das Geschäft der Zukunft sind, überwiegt die Zuversicht. Schließlich geht es nur um eine Verschiebung des Alters, mit dem das Fahrzeug (bzw. sein Besitzer) von der Markenwerkstätte in die freie Werkstätte wechselt.

Doch selbst wenn die Autohersteller (und ihre Werkstätten) die Kunden länger in ihren Betrieben halten, haben die "Freien" ein wachsendes Potenzial. Denn der Kuchen wir einfach größer, der Bestand und damit das Durchschnittsalter der Fahrzeuge nehmen nach wir vor zu. Zudem brauchen moderne Autos echte Profis. Der "Pfuscher", der früher die alten Fahrzeuge reparierthat, wird dazu technisch und elektronisch kaum mehr in der Lage sein.

Rasant fortschreitende Technik

Die Technik bleibt zweifellos eine Herausforderung, denn die Entwicklung schreitet rasant voran. "Gerade bei Autoglas-Spezialisten und in der Karosseriewerkstätte tauchen schon einmal sehr junge Autos auf, die im Zuge einer Reparatur entsprechend kalibriert werden müssen", erzählt Dirk Grunert. Er ist Österreich-Vertriebsleiter für Autel-Systeme beim offiziellen Autel-Distributor. Angeboten werden Diagnosegeräte und intelligente Kalibriersysteme. Er kann seine Kunden beruhigen, was die Aktualität von Daten betrifft.

Dass die Hersteller mehr und mehr blockieren und die Zugänge aufwändiger gestalten, davon kann Grunert ein Lied singen. "Wenn der VW-Konzern fordert, dass Fahrzeuge zum Beispiel nach einem Windschutzscheibentausch herstellerkonform zu kalibrieren sind, dann bedeutet das nichts weniger, als dass eine Eingangsachsvermessung protokolliert und das Radar kalibriert werden muss. Das kann nicht umgangen werden, es wird ein Fehler der Distanzkontrolle angezeigt. Aber wie viele Autoglasbetriebe haben die entsprechenden Möglichkeiten?"

"In Zukunft wird es ohne Herstellerzugang keinesfalls mehr gehen", ist Grunert überzeugt und meint damit den gesetzlich vorgeschriebenen Zugang, den Autohersteller dem Aftermarket - gegen entsprechendes Entgelt - ermöglichen müssen.

Reparatur nach Herstellervorgaben

Technisch braucht es also einen Servicevertrag, einen Herstellerzugang oder einen starken Partner. Ebenso wichtig wie die Technik ist die gesetzliche Situation, die hier klar geregelt ist. "Um Gewährleistungs-und Garantieansprüche in vollem Umfang aufrecht zu erhalten, muss jede Servicearbeit einer (freien) Werkstatt exakt nach Herstellervorschrift erfolgen. Außerdem sind bei Instandsetzungsarbeiten unbedingt entsprechend genormte Ersatzteile zu verwenden, die der Qualität des Originalteils gleichgestellt sind (Ersatzteile in Originalteilqualität)", erklärt, Mag. (FH) Janos Juvan. Er ist Gründer und Geschäftsführer von OE Service, bietet den Werkstätten einfachen Zugang zu den elektronischen Servicebuch-Plattformen der Autohersteller und beschäftigt sich mit den rechtlichenVoraussetzungen für die Arbeit seiner Kunden. Um möglichst fehlerfrei und damit problemlos zu arbeiten, empfiehlt er ein System mit folgenden Punkten:

o eine konkrete Service-Checkliste aller für Sie relevanten Fahrzeug-Marken

o offene Rückrufaktionen der Hersteller

o Arbeitszeitvorgaben der Hersteller

o Tragen Sie alle Servicearbeiten exakt im (elektronischen) Servicebuch des Herstellers ein.

Ein gewaltiger Wirtschaftszweig kümmert sich darum, dass der nach wie vor wachsende "Independent Aftermarket" auch in Zukunft erfolgreich betreut werden kann und es -a b einem gewissen Fahrzeugalter - "ohne" Service- oder Händlervertrag funktioniert.
 

"Händler freuen sich darauf"

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"Ab 2025 wollen wir bis zu 500.000 Stück des neuen, kleinen Elektroautos des VW-Konzerns in Martorell bauen", sagt Wayne Griffiths, CEO von Seat und Cupra. Die neue Marke soll sich neben sportlichen Autos auf E-Modelle konzentrieren. Das Agentursystem, das für die E-Autos bei Cupra eingeführt wird, soll aber nicht bei Seat gelten.

Back in Austria

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Mit Kutzendörfer u. Dworak hat Valvoline einen starken Partner für den Vertrieb in Österreich. Damit will Valvoline-Vertriebsleiter Nicolas Spiess wachsen.

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