Es geht nur gemeinsam

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Es geht nur gemeinsam

In den Jahren vor Corona hat ein Veränderungsprozess hinsichtlich der Reifenlogistik und der Versorgung durch die Hersteller eingesetzt.

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Zu hoher Einlagerungsdruck in den Jahren davor, wachsende Vielfalt der Produkte, der steigende Platzbedarf beim Reifenhotel sowie Preisverfall und Dumping durch internationales Überangebot haben das Gefüge gestört.

Immer öfter wurden die Pneus online unter dem Einlagerungspreis angeboten, den die Händler vor der Saison bezahlt hatten.

Die Händler sind auf großen Mengen "sitzen geblieben", Reifenrücknahmen und Preisnachverhandlungen waren die Folge, die Händler haben weniger eingelagert. Danach kamen nationale und internationale Pleiten, die so manchen Hersteller wieder zum Pult des regionalen Reifenhändlers zurückgebracht haben.

Die Hersteller haben sich verstärkt bemüht, Grauimporte und Online-Dumping-Angebote in den Griff zu bekommen und mehr Logistik-Dienstleitungen zu übernehmen. Die Verfügbarkeit während der Saison sowie die Preisstabilität waren dabei besonders entscheidende Parameter.

Corona hat auch hier alles verändert, die beschriebene Entwicklung kehrt sich bereits wieder um. Generelle Lieferengpässe haben die Logistik in ein neues Licht gerückt, Überangebote und internationale Dumping-Angebote sind (fast) verschwunden, und das Einlagern beim Händler ist wieder gefragt. "Wer einlagert, gewinnt","OhneEinlagern geht es nicht", "Die Ware muss vor Ort sein", hört man heute von der Industrie.

Klar, wir reden hier lediglich von ein paar Prozent des Volumens, das sich zwischen Hersteller und Händler wieder verschiebt. Aber letztlich geht es für beide Seite um erhebliche Mengen, ordentlich Kapital, das gebunden wird, und nicht zu unterschätzendes Risiko. Speziell im stark wachsenden Bereich ab 19 Zoll ergeben der Wert des Reifens und die Vielfalt der Produkte eine erhebliche Kapitalbindung.

Ob es im Winter tatsächlich knapp wird mit den Reifen oder ob das nur der Einlagerungsmotivation gedient hat, werden wir erst sehen. Nach einigen Phasen, in denen sich Stärken und Positionen zwischen Herstellern und Händlern verschoben haben, ist allerdings mehr denn je klar: Es geht nur gemeinsam:

Nach turbulenten Jahren hat sich die Industrie der Stärke und Notwendigkeit des Reifenfachhandels besonnen. Und der Reifenhandel weiß, dass er die zukünftigen Herausforderungen nur mit starken Partnern bewältigen kann.

Nicht zuletzt hat die Zwischenstufe "regionaler Großhandel" wieder an Bedeutung und Anerkennung von beiden Seiten gewonnen.

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