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Online ist gut, aber die Nähe fehlt dann doch

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Online ist gut, aber die Nähe fehlt dann doch

Online-Schulung bei Bosch

Die Pandemie hat Schulungen für Verkäufer und Techniker großteils ins Internet verlagert: Ob das bei Importeuren, Banken und Werkstattausrüstern so bleiben wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.

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Eilig wurden sie aus dem Boden gestampft, die meist ziemlich professionellen Studios, aus denen seit rund einem Jahr die Schulungen gestreamt werden. Marktführer Volkswagen Pkw hält derzeit bei den Verkäufer-Ausbildungen bei einem Online- Anteil von 80 Prozent. Laut Trainer Justus Klug ist der Zuspruch groß: "Allerdings gab es bei 80 Prozent der Teilnehmer als Feedback den Präsenzwunsch, da vielen das familiäre Miteinander und der persönliche Austausch fehlen. Einige Trainingsformate werden aber auch später im Online-Format bleiben."

Auf die aufwändigere Vorbereitung verweist man bei Volkswagen Nutzfahrzeuge: "Alles muss noch genauer geplant sein, zeitlich sowie technisch. Auch das entsprechende Equipment ist dazu notwendig - zusätzliche Bildschirme, Konferenzlautsprecher, Kameras und Stative usw.", sagt Trainerin Silvia Kraus. Präsenztrainings sowie Test-und Vergleichsfahrten zum neuen Caddy und zur Markteinführung des neuen Multivan soll es, wenn es gesetzlich erlaubt ist, wieder ab Herbst geben.

"Gesunder Mix aus Präsenz und Online-Training"

Einen großen Schritt schaffte Skoda: "Im 1. Quartal 2021 wurden das Produkttraining als mehrstufiges Konzept mit E-Learning und Online-Training mit virtuellen Live-Workshops realisiert. Schließlich konnte sogar ein Produkterlebnis ermöglicht werden, indem Kleinstgruppen von je 4 Personen nach strengen COVID-Standards trainiert wurden."

Audi plant für die Zukunft "einen gesunden Mix aus Präsenz-und Online-Trainings". Ganz generell meint man bei Porsche Austria: "Ein Service-Leiter und Service-Berater findet mit Online eher das Auslangen, aber ein Service-Techniker will im Training am Fahrzeug lieber Hand anlegen und das Gelernte sofort ,begreifen'."

Bei BMW in Salzburg werden Mitarbeiter ausÖsterreich und 11 weiteren Ländern geschult. Von den insgesamt ca. 280 Schulungstagen wurden im Vorjahr ca. 60 Prozent virtuell oder over distance abgehalten: "Die höchsten Anteile am Distance Learning hatten wir im Produkttraining mit über 80 Prozent. Beim Verkaufstraining lag der Anteil bei 75 Prozent, im technischen Training bei 45 Prozent, im nicht technischen Training der Service-Berater trainierten wir 50 Prozent im Distance Learning."

Mazda hat in Klagenfurt ein Mediacenter aufgebaut, das über in den Fahrzeugen stationierte Kameras bis zu einem gewissen Grad auch technische Schulungen ermöglicht. Die Trainings selbst werden via Teams Meetings abgehalten, und zwar aktuell für 14 Märkte und in 7 verschiedenen Sprachen, aktuell stehen hier in Summe über 500 verschiedene Trainingsmodule und Kurse zur Verfügung.

Der Spaß darf nicht fehlen

Natürlich gibt es auch im Aftersales große Veränderungen: So hielt man bei Bosch im Vorjahr das Trainingszentrum großteils geschlossen. Laut Helmut Stuphann, Leiter Aftermarket, werden die Online-Schulungen gut angenommen. "Was bleiben wird, sind sicher die kombinierten Schulungen: Jeder macht den Online-Teil für sich allein, quasi als Vorbereitung für den Kurs. Dann wird die Präsenzschulung kürzer und der Trainer weiß alle Teilnehmer auf demselben Level."

Texa hat die Schulungskurse für Werkstattkunden auf 2 direkt aufeinanderfolgende Halbtagstermine zu je 4 Stunden aufgeteilt: "Dieses Konzept erfreut sich hervorragender Resonanz." Angeboten werden 7 unterschiedliche Themen: "Dass Anfahrt und Übernachten wegfallen und somit sehr viel Zeit gespart werden kann, senkt die Schwelle zur Anmeldung mehr als deutlich ab."

Die Garanta hält einerseits eigene Fortbildungsveranstaltungen gemeinsam mit den Gebietsleitern für die Autohäuser ab, es gibt aber auch Möglichkeiten des E-Learnings: "Im Herbst hat das Wirtschaftsministerium die gesetzliche Regelung für 2020 eingeschränkt, nach der für Versicherungsvermittler zumindestein ausgewogener Teil der Fortbildungsstunden in Form von Präsenzschulungen nachzuweisen ist."

Bei Santander, wo 2020 ursprünglich 10 Meisterklassen geplant waren, konnten Corona-bedingt nur 6 stattfinden: Seither wurde auf Online-Trainings mit 15 bis 20 Teilnehmern umgestellt, die in der Regel 2 Stunden dauern. "Der Spaß darf allerdings auch hier nicht zu kurz kommen: Zum Abschluss jedes Termins gibt es ein kleines Quiz zu den vorhin besprochenen Inhalten. Der Gewinner erhält einen 500-Euro-Gutschein für ein Fahrerlebnis seiner Wahl am Red Bull Ring."
 

"Händler freuen sich darauf"

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"Ab 2025 wollen wir bis zu 500.000 Stück des neuen, kleinen Elektroautos des VW-Konzerns in Martorell bauen", sagt Wayne Griffiths, CEO von Seat und Cupra. Die neue Marke soll sich neben sportlichen Autos auf E-Modelle konzentrieren. Das Agentursystem, das für die E-Autos bei Cupra eingeführt wird, soll aber nicht bei Seat gelten.

Back in Austria

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