Die Gefahren in der virtuellen Welt

Printer
Die Gefahren in der virtuellen Welt

Das Virtuelle als wertlos abzutun, ist ein Fehler mit Tradition. Was nicht sichtbar, nicht im wahrsten Sinne "begreifbar" ist, löst gern Misstrauen aus.

Advertisement

Dieser Tage ist es ja wieder sehr modern, Kryptowährungen wie Bitcoin mit wissendem An-die-Stirn-Tippen als neumodischen Blödsinn abzutun, während immer mehr Konzerne beginnen, diese als Zahlungsmittel zu akzeptieren (und ihnen damit allein ein Stück weit Legitimität verschaffen, ob es den bargeldgeerdeten Realisten nun passt oder nicht).

Wie man heute über Kryptowährungen spricht, so wurden vor ein paar Jahren MP3-Dateien, digitaler Filmvertrieb oder Internet-Banking abgetan – Errungenschaften, die heute Milliarden Euro bewegen.

Ein weiterer beliebter Irrtum über die virtuelle Welt: Das Internet sei per se "demokratisch" und durch seine breite Zugänglichkeit eine Art natürlicher Gegenentwurf zum Raubtierkapitalismus. Wer das noch immer glaubt, darf ruhig weiter an seinem Pacman-Highscore feilen.

Man kann nur davor warnen, die Bedeutung dessen, was sich um die Datenströme aus modernen Fahrzeugen herum entwickelt, zu unterschätzen. Ja, es klingt erst mal recht hoch gegriffen, wenn einer auf einem Podium dahererzählt, in Zukunft könne die Software an einem Auto das Wertvollste sein. Aber -Ledersitze hin, Achtzylinder her -der G'schaftlhuber könnte recht haben.

Umso schlimmer, wenn dringend nötige Regularien über Jahre in der Peristaltik der Gremien stecken bleiben. Vor Jahren schon schrieben wir an dieser Stelle über die Forderung eines "Level Playing Field" sowie die Gefahr, dass die großen OEM die Daten aus "ihren" Autos nicht herausgeben und den IAM damit vom Servicegeschäft der Zukunft aussperren wollen. Hoffnungsvolle Blicke waren auf die EU-Kommission gerichtet, welche Klarheit schaffen sollte.

Seither sind die Datenmengen größer geworden, Pilotanwendungen für Geschäftsmodelle sind entstanden. Der Autofahrer ist gläserner denn je, die "schlauen" Fahrzeuge nähern sich Kilometer um Kilometer der freien Werkstatt. Und die EU? Lässt den IAM nach wie vor auf klare Ansagen warten.

Dass die Technik so viel schneller voranschreitet als die Regelwerke, nach denen sie angewendet werden soll - das ist die wahre Gefahr am Virtuellen.
 

 

„Wie in einer guten Ehe“

„Wie in einer guten Ehe“

Exklusivinterview mit Dr. Christian Weingärtner, D-A-CH-Chef von Ford: Wie ist der Zeitplan für den Agenturvertrieb? Und wie wird die Modellpalette in einigen Jahren aussehen?

Lehrlinge fördern

Lehrlinge fördern

Zwischen- und überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen für Lehrlinge werden mit 75 Prozent bis maximal 3.000 Euro gefördert.

Die Chefs sind gefordert

Die Chefs sind gefordert

Bei der Podiumsdiskussion „Selbsthilfe beim Fachkräftemangel“ am WERKSTATT-FORUM 2022 war man sich einig: Die Unternehmen sind selbst in der Pflicht, für gut ausgebildete Fachkräfte zu sorgen.

Advertisement

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren, können Sie unsere RICHTLINIEN FÜR DATENSCHUTZ UND VERWENDUNG VON COOKIES aufrufen.

OK