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Bratzel: Deutschland kann Schrittmacherfunktion für neue Antriebsform entwickeln

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Bratzel: Deutschland kann Schrittmacherfunktion für neue Antriebsform entwickeln

Die E-Mobilität nimmt in Deutschland immer stärker an Fahrt auf, wie Prof. Dr Stefan Bratzel, Leiter Center of Automotive Management (CAM) in einer aktuellen Kurzanalyse aufzeigt.

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Nur im Ausnahmemonat Dezember 2020 seien lt. CAM jemals mehr E-Fahrzeuge verkauft worden. Im 1. Quartal 2021 seien damit die Elektroneuzulassungen auf 142.741 Fahrzeuge gestiegen, was einem Zuwachs von 173 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Damit wachsen lt. CAM Elektrofahrzeuge weiter entgegen dem rückläufigen Gesamtmarkt. Über alle Antriebe hinweg seen im ersten Quartal 2021 die Neuzulassungen um 6,4 Prozent auf 656.452 Autos gesunken.

Der Marktanteil von E-Fahrzeugen liegt nach drei Monaten des Jahres 2021 nunmehr bei 21,7 %. Dabei sind Plug-in-Hybride mit 11,9 % deutlich stärker nachgefragt als reine Elektrofahrzeuge (BEV), die entsprechend auf einen Anteil von 9,9 % kommen. Die BEV-Neuzulassungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 64.694 Fahrzeuge (2020-Q1-3: 25.975) angestiegen, während sich die PHEVs auf 78.047 Fahrzeuge (2020-Q1-3: 26.419) fast verdreifacht haben.

„Deutschland ist im 1. Quartal 2021 nach China der zweitgrößte Einzelmarkt der Elektromobilität und kann damit zunehmend eine Schrittmacherfunktion für die neue Antriebsform entwickeln. Kritisch ist, dass die hohen E-Autozulassungen zu 55 % auf die Plugin-Hybriden beruhen, die nur bei bestimmten Fahrprofilen und bei regelmäßigem Laden ökologisch sinnvoll sind“, so Bratzel.

In einer aktuellen Prognose gehe das CAM in den nächsten Jahren von weiteren Zuwächsen der Elektromobilität aus. „Bis zum Jahr 2025 werden die jährlichen Neuzulassungen von E-Fahrzeugen auf rund 900.000 steigen, was dann einem Anteil von 27 % an den Neuverkäufen entspricht. Dabei wird davon ausgegangen, dass der weit überwiegende Anteil von rund 65 % reine Elektrofahrzeuge sein werden. Eine große Herausforderung bleibt die Ladeinfrastruktur, die die Akzeptanz von E-Fahrzeugen und den künftigen Markthochlauf bremsen könnte“, so Bratzel.

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