Sehnsucht nach Fortbildung

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Sehnsucht nach Fortbildung

Absolventen der FH Kufstein

Im Interview: Prof. (FH) Dr. Kristina Kampfer, wissenschaftliche Leiterin der Automotive-­Lehrgänge an der FH Kufstein Tirol.

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A&W: Die International Business School der FH Kufstein Tirol bietet der Automotive--Branche seit Jahren ein umfassendes Weiterbildungsangebot. Welche Neuheiten gibt es und wie viele Absolventen haben Sie denn schon -ausgebildet?
Prof. (FH) Kristina Kampfer: Insgesamt haben wir bisher 117 Absolventen* beim Automobilverkäufer, beim Aufbaukurs zum Automotive Manager waren es 76, und den MBA-Studiengang, der seit Kurzem „General Management MBA Fokus Automotive“ heißt und der seit 5 Jahren im Angebot ist, haben bisher 45 Teilnehmende absolviert. Im Frühjahr starten neue Jahrgänge zum Automobilverkäufer und MBA. Zusätzlich bieten wir die duale Ausbildung und -einen Lehrgang für Jungunternehmer an.

Woher kommen denn die Teilnehmer?
Kampfer: Beim MBA sehen wir ganz viele „Nachfolger“, also Junge, die einen Betrieb übernehmen werden, aber auch viele erfahrene Mitarbeitende aus Autohäusern. Es gibt in unseren Lehrgängen aber auch ganz junge Leute, die einfach hoch hinauswollen.

Man sagt ja, Krisenzeiten sind Zeiten für Fort-bildung. Können Sie das bestätigen? 
Kampfer: Eindeutig, der Zuspruch ist heuer besonders enorm, wir erwarten bis zu 18 Teilnehmende beim Automobilverkäufer und 14 beim MBA, das sind Rekordwerte. Die Leute sehnen sich nach Fortbildung – das resultiert auch aus dem Wissen: Es stehen Veränderungen an, aber man weiß nicht genau, was kommt. Auch wir müssen den Wandel in den Lehrplänen berücksichtigen: Die Arbeit an sich wird sich verändern, ebenso die Bedürfnisse der Konsumierenden, dazu kommt die digitale Transformation, die neue Strategien und neues Leadership erfordert. Wir bauen die Programme sukzessive um, damit wir immer aktuelle, praxisnahe Inhalte bieten. Die „trockene“ Theorie haben wir lange hinter uns gelassen, unsere Lehrveranstaltungen finden im Dialog statt.

Corona hat vielfach den persönlichen Kontakt durch Online-Tools ersetzt – ist das für die Lehre eine besondere Herausforderung?
Kampfer: Wir hatten auch früher eine gute digitale Infrastruktur, das hat uns geholfen. Wir sind in diesen Dingen mittlerweile so firm, dass auch der persönliche Kontakt nicht verloren geht, auch Feiern geht virtuell. Natürlich wollen wir zurück zur Präsenzlehre, aber online bleibt im Programm. Wir können damit auch geografisch weiter greifen: Es ist auch nach Corona ein Vorteil, wenn Teilnehmende nicht wegen jeder Lehrveranstaltung von weither anreisen müssen. 

*Gemeint sind stets beide Geschlechter.

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