Hoffnung im Wiglwogl - Branchenumfrage

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Hoffnung im Wiglwogl - Branchenumfrage

Bringt 2021 den Rebound nach Corona, oder bekommt die Reifenbranche erst jetzt die Auswirkungen der Seuche zu spüren? Wie verhalten sich die Konsumenten - kosten-oder qualitätsbewusst? Die Reifenexperten setzen auf Bewährtes: Qualität, Kundenorientierung, Technologie.

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Wie beziffern Sie die Auswirkungen der ­Corona-Pandemie auf das Reifenvolumen für die Jahre 2020 und 2021 generell und für Ihr Unternehmen?

Harald Kilzer, Apollo Vredestein: Da Österreich laut Europool 2020 ein Minus von 11,7 Prozent bei PV-Reifen hinnehmen musste und generell die Wirtschaftsleistung um ca. 8 Prozent gesunken ist, gehe ich im Moment von einer leichten Kehrtwende aus und prognostiziere für 2021 ein Wachstum bei Consumer-Reifen von circa 2 Prozent. Der OE-Markt wird sich beruhigen und der Fahrzeugbestand weiter wachsen. Da wir für 2021 in allen saisonalen Segmenten top und neu aufgestellt sind, sehe ich für unsere Marken gute Chancen, mindestens mit dem Marktwachstum mithalten zu können!

Martin Krauss, Bridgestone: Die Auswirkungen der Pandemie sind natürlich auch in der Reifenbranche deutlich zu spüren, besonders die Sommersaison 2020 wurde beeinflusst. Der Rückgang der Pkw-Neuzulassungen oder die gesunkene Gesamtfahrleistung führte zu Veränderungen bzw. Anteilsverschiebungen in den einzelnen Segmenten. Bemerkenswert ist, dass sich das Premium-HRD-Segment relativ stabil zeigt, was bedeutet, dass vor allem in diesem Segment weiterhin auf die Leistungsfähigkeit von Premium-Brands vertraut wird. In der vergangenen Wintersaison war Bridgestone auch in großen Dimensionen sehr gut aufgestellt. Für die kommende Sommersaison gilt das ebenso, der Bridgestone Turanza T005 hat in den ersten veröffentlichten Tests der neuen Saison wieder einmal seine universelle Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Auch in der anstehenden Wechselsaison unterstützen wir unsere Kunden und Handelspartner mit Top-Produkten und Service.

Kurt Bergmüller, Continental: Das Reifenvolumen in Österreich, wie auch in Europa, ist im kleinen zweistelligen Bereich geschrumpft und wird nach unseren Einschätzungen auch im Jahr 2021 nicht das Vorkrisenniveau erreichen. Wir haben uns als Unternehmen analog zum Markt bewegt.

Reinhard Münzker, Pirelli: Der österreichische Markt bestätigt im Sell-in einen Rückgang des Bedarfs um 12 %, getrieben einerseits durch die um ca. 25 % rück­läufigen Neuwagenverkäufe, andererseits durch die durch Lockdown-Phasen reduzierte Kilometerleistung. Im Sell-out sind differenzierte Werte über Österreich bekannt, welche nicht gleichzusetzen sind.

Günther Riepl, Falken: Ich denke, im Jahr 2020 ist unsere Branche noch mit einem blauen Auge davon­gekommen, 2021 werden die Auswirkungen sehr wohl zu spüren sein, da die Kilometerleistung pro Fahrzeug durch die Lockdowns im Frühjahr und im Herbst geringer ist und auch viele ­Flottenfahrzeuge stillstanden und -stehen. Viele Betriebe sind in Homeoffice und Kurzarbeit. Aber es gibt auch ein paar Lichtblicke wie zum Beispiel die Industrie in OÖ; Linz zieht schon an. 2021 sehen wir in Österreich und in Europa als herausfordernd an und werden wie 2020 alles so gut wie möglich managen, damit wir unsere Kunden weiter zufriedenstellen können. Dann sollte auch das Gesamtergebnis einigermaßen passen.

Roland Steinberger, Michelin: Als die Pandemie Anfang 2020 eintrat, haben wir in Österreich gemeinsam mit unseren Partnern innerhalb unseres Netzwerks schnell die entsprechenden Kapazitäten geschaffen, um bestmöglich auf die Kundenbedürfnisse einzugehen. Prioritär galt es selbstverständlich, die systemrelevanten Flotten und Partner zu versorgen. Das Gleiche gilt auch für 2021. Michelin produzierte 2020 rund 170 Millionen Reifen weltweit.

Michael Lutz, Cooper: Corona hat einen sehr stark spürbaren Einfluss auf alle Länder in Europa gehabt und hat es immer noch. Das Jahr 2020 war von spürbaren Rückgängen in fast allen Produktbereichen gekennzeichnet. In Österreich hat sich nur das All-Season-Segment positiv entwickelt und das im Pkw-, SUV- und auch im Lkw-Bereich. Wir denken, dass diese Entwicklung auch aufgrund eines veränderten Fahrverhaltens so eindeutig ausgefallen ist. Dieser Trend ist aber auch in fast allen anderen europäischen Ländern zu beobachten. Auch unser Unternehmen hat die Auswirkungen von Corona zu spüren bekommen. Aber gerade Österreich hat sich für uns als äußerst positiver Markt dargestellt. Seit Anfang 2020 haben wir Avon Pkw wieder in Österreich platzieren dürfen, und die Resonanz ist mehr als erfreulich. Sowohl die Entwicklung im Sommer als auch gerade jene im M+S Segment lässt uns sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen. Wie sich 2021 entwickelt, hängt unserer Meinung nach auch wieder stark von der Covid-19-Situation ab. Die ersten Monate werden noch verhalten sein, aber mit der weiteren Öffnung, den hoffentlich möglichen Impfungen und dem dann wieder einsetzenden Individualverkehr wird eine positive Trendwende ermöglicht. So könnten wir alle wieder die Zahlen von 2019 erreichen.

Tassilo Rodlauer, Goodyear: Der Marktrückgang in Öster­reich im Pkw-Reifengeschäft liegt bei rund 12 Prozent. Generell war man aufgrund der Pandemie weniger unterwegs, sodass die Kilometerleistung gesunken ist. In Summe konnten wir unser Niveau von 2019 daher nicht erreichen. Nichtsdestotrotz hat Corona unsere Branche weniger hart getroffen als andere. Hinsichtlich des B2B-Bereichs stellen wir diesbezüglich ein Ost-West-Gefälle fest. Während der Westen Österreichs von den geschlossenen Grenzen profitiert haben dürfte, ist der Effekt im Osten weniger stark spürbar. Für OEM in Europa waren die Auswirkungen erheblich, ganze Werke sind stillgestanden, was sich unweigerlich auch auf unser Ergebnis ausgewirkt hat. Wir planen aber 2021 vorsichtig optimistisch und gehen davon aus, dass sowohl der OE- als auch der Ersatzmarkt das ­Erreichen der ­Ziele ermöglichen werden.

Hannes Gößler, Nokian: Aufgrund von Corona ist der Markt geschrumpft. Bei Nokian Tyres war es 2020 möglich, aufgrund des starken Schulterschlusses mit unseren Kunden weniger zu fallen als der Markt. Dennoch bleibt das Jahr 2021 herausfordernd. Wir versuchen deshalb, eng am Markt zu sein und unsere Kunden in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zu unterstützen.

Andreas Wirth, Hankook: Dank des gesteigerten Absatzes in der zweiten Jahreshälfte in den wichtigen Regionen Europa, Nordamerika und China konnte Hankook trotz der weltweit schwachen Konjunktur sein qualitatives Wachstum auch 2020 fortsetzen. Insbesondere der Verkauf von Reifen mit großem Durchmesser trug zum erfolgreichen Wachstum bei. Trotz schwierigen Marktumfelds in Österreich vermochten wir im zweiten Halbjahr analog zu unserem europäischen Trend erfreulicherweise wachsen, sodass wir uns im Gesamtjahr gemeinsam mit unseren Partnern entsprechend dem Markt entwickelt haben. Für 2021 sind wir zuversichtlich, uns mit den getroffenen Maßnahmen im Markt positiv zu entwickeln.

Wie schätzen Sie Verfügbarkeit und Logistik für die Sommerreifen-Saison ein?

Bergmüller, Continental: Wir haben frühzeitig Maßnahmen gesetzt, um gut verfügbar zu sein. Derzeit zeigen alle Kennzahlen für den Bereich der Pkw-Sommerreifen, dass uns das geglückt ist. Unsere Logistik und die dahinterstehenden Prozesse haben sich krisenfest gezeigt. Wir sind vorbereitet, sollte sich ein Ende der Krise abzeichnen.

Riepl, Falken: Ja – die Verfügbarkeit wird speziell im Frühjahresgeschäft ein wichtiger Baustein sein, aber da viele unserer langjährigen Kunden ihre Container Orders abgeben haben und diese auch – wenn auch mit leichten Corona-bedingten Verspätungen – bereits in der Zustellung sind, gehen wir davon aus, hier eine solide Basis zu haben.

Steinberger, Michelin: Für unser Geschäft in Österreich haben wir alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, um den Sommerreifenwechsel einzuläuten, sobald wir sicher sind, dass die Temperaturen nicht mehr unter 7 Grad rutschen. Wir haben ein breites Sommerprogramm zur Auswahl.

Rodlauer, Goodyear: Was die Logistik betrifft, sind wir traditionell hervorragend aufgestellt. Solange nicht Corona-bedingte Grenzschließungen nötig werden, mache ich mir keine Sorgen. Die Erst­orders wurden von unseren Kunden plangemäß bereits eingelagert. Das Sommergeschäft verläuft zum Endverbraucher hin deutlich entspannter als das Wintergeschäft. Man ist zwar im März schon ungeduldig und möchte am liebsten die „breiten Schlapfen“ sofort montiert haben, aber so mancher hat das nach einem neuerlichen Kälteeinbruch schon bereut. Es gilt noch Winterreifenpflicht, und es ist noch ausreichend Zeit zu wechseln, auch für Firmenwägen. Das schließt nicht aus, dass es in einzelnen Dimensionen zu kurzfristigen Engpässen kommen kann.

Gößler, Nokian: Unsere Produktionsstätten waren von Schließungen aufgrund von Corona nicht stark betroffen. Unser neues Werk in den USA ermöglicht außerdem, dass wir in den Werken Finnland und Russland zusätzliche Ressourcen freibekommen haben. Wir gehen deshalb von einer guten Verfügbarkeit unserer Produkte in der Sommersaison aus.

Münzker, Pirelli: Die Erwartungen für 2021 stehen in direktem Zusammenhang mit politischen Entscheidungen, sind dadurch schwer in Zahlen einzuschätzen. Bei realistischer Betrachtung sollte sich der Bedarf auf den Mengen 2020 finden, da der bestehende Fuhrparkt Reifenbedarf hat, auch wenn die Neuwagenzulassungsentwicklung kritisch zu sehen ist.

Kilzer, Vredestein: Wir arbeiten seit ca. einem Jahr hart daran, unsere Verfügbarkeit und unsere Logistik für diese neue, außergewöhnliche Herausforderung zu optimieren, und haben 2020 viele technische Abläufe in der Produktion sowie in der Supply Chain verbessert! Wenn der Reifenfachhandel und die ­Industrie zusammenarbeiten und die Bevorratungsmengen auf einem normalen Niveau stattfinden, bin ich optimistisch, dass auch das Tagesgeschäft gut funktionieren wird.

Lutz, Cooper: Die Verfügbarkeit ist zur Zeit noch gut, aber wir erwarten mit Einsetzen der Umrüstung und der gleichzeitigen Entspannung in der Covid-Situation doch spürbare Probleme in der Verfügbarkeit. Bei den hohen Logistikkosten aus Asien werden europäisch produzierte Reifen noch interessanter werden; und auch dieser Effekt könnte knappe Verfügbarkeit auslösen. Bei der Logistik sehen wir keine größeren Probleme während der Sommersaison.

Krauss, Bridgestone: Zweifellos werden wir noch eine geraume Zeit mit Einschränkungen konfrontiert sein. Unser Vorteil zum vergangenen Jahr ist, dass wir die Situation jetzt besser kennen. Unsere funktionsübergreifenden Teams treffen sich regelmäßig, um die Auswirkungen auf die verschiedenen Unternehmensbereiche zu bewerten, vorausschauend zu planen und möglichst optimale Lösungen für unsere Kunden und Partner im Handel zu erarbeiten. Auch die Liefersituation evaluieren wir aus kurz-, mittel- und langfristiger Sicht, um gegebenenfalls flexibel Schritte zur Unterstützung unserer Kunden einzuleiten. Es empfiehlt sich derzeit dennoch, Bestellungen sicherheitshalber frühzeitig zu tätigen.

Wirth, Hankook: Wie andere Branchen sind wir im Bereich der internationalen Logistik aufgrund wieder steigender Nachfrage und noch immer reduzierten Angebotes mit signifikant steigenden Kosten konfrontiert. Dank frühzeitiger Planung sind wir trotz der angespannten Logistiksituation zuversichtlich, dass wir mit Einsetzen der Sommersaison auf ein gut bestücktes Lager zurückgreifen können und so unseren Vertriebspartnern eine gute Verfügbarkeit sicherstellen können. Mit den Kapazitäten in unserem Werk in Ungarn sind wir zuversichtlich, im Laufe der Saison den Bedarf marktgerecht abbilden zu können.

Gibt es durch die reduzierte Kaufkraft in Österreich verstärkte Verschiebungen hinsichtlich der Marken (Premium, Quality, Budget), der Reifendimensionen und der Saisonalität?

Krauss, Bridgestone: Für einzelne Zielgruppen können Ganzjahresreifen eine gute Wahl sein, hier ist das individuelle Fahrverhalten ausschlaggebend. Die kompetente Beratung durch den Fachhandel ist für diese Einschätzung und die folgende Wahl des richtigen Produktes unerlässlich. Die Witterungsverhältnisse in den vergangenen Monaten haben dagegen wieder bestätigt, dass die Spezialisten für viele Endkunden im heimischen Markt die beste Wahl sind. Das Premium-Segment zeigt sich stabil, vor allem im HRD-Bereich (HRD = High Rim Diameter, also 17 Zoll und größer). Bridgestone geht daher bewusst den Schritt in Richtung HRD, um der gesteigerten Nachfrage Rechnung zu tragen.

Wirth, Hankook: Es ist anzunehmen, dass der Fokus verstärkt auf attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis gehen wird. Auf Basis kürzlich veröffentlichter neutraler Marktanalysen, welche unseren Produkten einen hohen Stellenwert einräumen, erwarten wir, unsere Marktstellung in Zusammenarbeit mit unseren Partnern festigen und steigern zu können. Dank steter Investition in die kundenorientierte Zukunft auf regionaler Ebene, aber auch in der globalen Forschung & Entwicklung von technologisch führenden Produkten wollen wir gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die Partnerschaften mit Premium-Automobilherstellern stellen einen weiteren Erfolgsfaktor dar. So hat das Unternehmen erst kürzlich seine Erstausrüstungspartnerschaft mit der Audi AG intensiviert. Hankook rüstet nun neben dem Audi RS Q8 ab Marktstart auch den Audi RS 6 Avant und Audi RS 7 Sportback ab Werk mit seinen Premium-Bereifungen aus. Zudem hat Hankook seine Präsenz im Reifensegment für Elektro-­Fahrzeuge kontinuierlich erhöht und rüstet neben anderen Modellen auch den Porsche Taycan mit Ventus S1 evo 3 ev Reifen aus. Darüber hinaus wurde Hankook im letzten Jahr als exklusiver Reifenlieferant für die „ABB FIA Formula E World Series“ ab der Saison 2022/23 bestätigt.

Rodlauer, Goodyear: Eine grundlegende Veränderung der Kaufgewohnheiten können wir in unseren Zahlen nicht feststellen. Manche Handelspartner berichten da und dort, dass Konsumenten nicht mehr so oft und ohne Zögern zum Premium-Produkt greifen. Möglicherweise stehen wir hier vor einer kaufkraftbedingten leichten Delle. Generell bin ich überzeugt, dass Mobilität derzeit neu definiert wird, aber der Wunsch nach Freiheit, von einem Ort zum anderen zu fahren, dabei Interessantes zu erleben oder einfach nur Spaß zu haben, ist uns in die Wiege gelegt.

Kilzer, Vredestein: Da es bei Ganzjahresreifen, die ja nun wegen der sinkenden Kilometerleistung und den schwächeren Wintern auch in Österreich ganz stark im Trend liegen, noch mehr um Erfahrung und Qualität des Herstellers geht, bin ich froh, dass die Österreicher ein hohes Qualitätsbewusstsein haben und sich größtenteils für einen Ganzjahresreifen mit über 25 Jahren Erfolgsgeschichte entscheiden.

Riepl, Falken: In Österreich – wie in anderen Ländern auch – geht die Tendenz dahin, dass sich der Quality-Bereich steigert, auch durch mehr Anbieter. Außerdem steigt – leicht, aber stetig – der All-Season-Bereich. Es kann heuer durchaus sein, dass etwas mehr im Sommer mit Winterreifen durchgefahren wird – ein Effekt aus Kurzarbeit, Homeoffice etc.

Bergmüller, Continental: Ein Trend ist klar sichtbar: Der Anteil an Ganzjahresreifen nimmt (wenn auch noch auf niedrigem Niveau) stetig zu. Für eine Beurteilung bezüglich der Verschiebung in den Segmenten ist es noch zu früh; die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise wird man erst zu einem späteren Zeitpunkt feststellen können.

Steinberger, Michelin: Im Reifengeschäft für Österreich konnten wir keine Verschiebungen hinsichtlich unserer hauseigenen Marken feststellen. Im Pkw- wie auch im Motorrad-Geschäft konnten wir sogar ein leichtes Plus verzeichnen. Generell ist zu sagen, dass in Österreich aufgrund der vielen klimatischen Unterschiede auf engem Raum nach wie vor das klassische Sommer- und Winterreifengeschäft im Vordergrund steht, vor allem dann, wenn Autofahrer gerade im Winter regelmäßig in voralpinen oder alpinen Regionen unterwegs sind.

Münzker, Pirelli: In Bezug auf Markenverschiebungen in den genannten Segmenten gibt es differenzierte Stellungnahmen aus dem Handel. Vereinzelt sind Spuren von Verschiebungen in Richtung Quality transparent, welche nicht konkret auf die Lockdowns und deren wirtschaftliche Ausläufer zurückzuführen sind. Hierbei nehmen Aspekte seitens Hersteller- und Handelsstrategie Einfluss. Pirelli hält mit seiner Marken- und Preisstellung die attraktive Position im Premium-Segment.

Gößler, Nokian: Aufgrund von Corona tritt das eigene Fahrzeug und der Individualverkehr wieder in den Vordergrund. Im Gegenzug dazu wurde allerdings die Kilometerleistung ver­ringert – die Menschen fahren weniger. Wir als Premium-Hersteller gehen trotzdem davon aus, dass Sicherheit nach wie vor vorrangig ist und dieser Bereich deshalb stabil bleibt. Der All-Season-Bereich befindet sich stark im Wachstum, obwohl er in Österreich im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern noch einen sehr kleinen Marktanteil hat.

Lutz, Cooper: Wie schon erwähnt, ist die Entwicklung des All-Season-Bereiches sehr beachtlich und zeigt einen Trend der Endverbraucher. Wobei es auch gerade in Österreich große regionale Unterschiede gibt. Wien als Beispiel zeigt einen deutlich höheren Anteil an All-Season-Reifen als Salzburg. Marken im Quality-Bereich gewinnen wieder mehr an Bedeutung und behaupten sich sehr stark im Markt. Das Budget-Segment tut sich schwer: Gerade mit den erhöhten Logistikkosten werden diese weiter an Boden verlieren. Unserer Meinung nach ist gerade durch das sich verändernde Kaufverhalten des Endverbrauchers der Fachhandel extrem gefordert. Gezielte und kompetente Beratung bieten Chancen für langfristige Kundenbeziehungen.

"Händler freuen sich darauf"

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"Ab 2025 wollen wir bis zu 500.000 Stück des neuen, kleinen Elektroautos des VW-Konzerns in Martorell bauen", sagt Wayne Griffiths, CEO von Seat und Cupra. Die neue Marke soll sich neben sportlichen Autos auf E-Modelle konzentrieren. Das Agentursystem, das für die E-Autos bei Cupra eingeführt wird, soll aber nicht bei Seat gelten.

Back in Austria

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Mit Kutzendörfer u. Dworak hat Valvoline einen starken Partner für den Vertrieb in Österreich. Damit will Valvoline-Vertriebsleiter Nicolas Spiess wachsen.

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Newsletter Marketing ist ein unterschätztes Marketing-Tool im Autohaus. Auf keinem anderen Kanal kann man besser segmentieren, skalieren und den Kunden persönlich ansprechen. Wir geben Tipps, die zum Erfolg führen.

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