"Der GW-Markt brummt"

Printer
"Der GW-Markt brummt"

willhaben Auto&Motor-Chef Michael Gawanda im Interview

willhaben registriert deutlich höheres Interesse bei einem verringerten Fahrzeugangebot. Auto-&-Motor-Chef Michael Gawanda analysiert Markt und Hintergründe.

Advertisement

A&W: Wie sieht der Gebrauchtwagen-Markt aus Sicht von willhaben aus?

Michael Gawanda: Im ersten Lockdown im März 2020 ist der Rücklauf quasi von einem Tag auf den anderen um 60 Prozent eingebrochen. Anfang April ist zwar die Erholung gekommen, aber wir haben bis Mitte Mai gebraucht, um wieder auf das Niveau von vor dem Lockdown zu kommen. Der zweite und der dritte Lockdown ist in den Zahlen hingegen überhaupt nicht ersichtlich. Das passt zu unserer im Herbst durchgeführten Umfrage, wonach die individuelle Mobilität attraktiv bleibt und durch die bekannten Gründe wie Öffi-Vermeidung und Sicherheitsbedürfnis sogar noch attraktiver wird. Die Leute wollen und müssen mit Auto, Motorrad und Rollerfahren. Seit Sommer haben wir 30 Prozent mehr Anfragen als in den Vergleichszeiträumen. Seit Weihnachten liegen wir sogar 50 Prozent drüber.

Neben dem grundsätzlichen Mobilitätsbedürfnis: Was sind die Gründe für das hohe GW-Interesse?

Gawanda: Bei Pkw-Neuzulassungen fehlen 30 Prozent aufs Jahr davor, bei Nutzfahrzeugen sogar 50 Prozent. Das befeuert die Gebrauchtwagen-Suche. Am Beispiel Nutzfahrzeuge ist zu sehen: Wenn Unternehmer nicht eintauschen, fehlen die jüngeren Gebrauchtwagen und in weiterer Folge die älteren Gebrauchtwagen, der Wechsel stimmt nicht mehr. Am Ende der Laufzeit fallen die Fahrzeuge aus dem Bestand, am Anfang kommen zu wenige Autos nach. So sind die Nachfragen nach Lkws und leichten Nutzfahrzeugen bei willhaben seit Weihnachten regelrecht explodiert: Hier liegen wir 62 Prozentüber dem Vorjahr.

Sind auch weniger Fahrzeuge bei willhaben inseriert?

Gawanda: Unser Höchststand lag bei 192.000 inserierten Fahrzeugen, Ende Jänner 2021 waren wir bei 163.000. Für den Händler bedeutet das aber auch: mehr Anfragen pro Auto und schnellerer Durchlauf. Die Anfragen sind um bis zu 60 Prozent gestiegen, das Angebot ist 15 Prozent niedriger. Auch das ist ein Beweis für das überproportional wachsenden Interesse am Pkw.

Die – auch von mir – immer kritisiertenÜberkapazitäten fehlen, der Neuwagenmarkt steht teilweise still, bei Nutzfahrzeugen noch viel stärker. Der Gebrauchtwagen-Markt brummt. Das Interesse ist da, und für Gebrauchtwagen sind jetzt gute Preise zu erzielen.

Was bedeutet das für willhaben?

Gawanda: Wir haben im Wesentlichen business as usual, weil wir genau das anbieten, was die Betriebe brauchen. Die Kampagnen werden verlängert und verstärkt, weil im Lockdown der digitale Kanal der einzige Kanal ist. Anfragen werden von den Konsumenten gestellt und von den Händlern beantwortet.w
 

Newsletter, die auch gelesen werden!

Newsletter, die auch gelesen werden!

Newsletter Marketing ist ein unterschätztes Marketing-Tool im Autohaus. Auf keinem anderen Kanal kann man besser segmentieren, skalieren und den Kunden persönlich ansprechen. Wir geben Tipps, die zum Erfolg führen.

Back in Austria

Back in Austria

Mit Kutzendörfer u. Dworak hat Valvoline einen starken Partner für den Vertrieb in Österreich. Damit will Valvoline-Vertriebsleiter Nicolas Spiess wachsen.

Agenturverträge? Kein Thema

Agenturverträge? Kein Thema

Mit einer Reihe neuer Modelle will Michael Kujus, Chef der Österreich-Niederlassung von Nissan, bis zum 2. Quartal 2022 neue Potenziale für seine Marke ausschöpfen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren, können Sie unsere RICHTLINIEN FÜR DATENSCHUTZ UND VERWENDUNG VON COOKIES aufrufen.

OK