Immer was zu tun

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Immer was zu tun
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Mit Fuhrparkkunden und deren Fahrzeugen bieten sich den Betrieben zahlreiche Geschäftsfelder. Klar ist aber auch, dass es in allen Bereichen professionell laufen muss.

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Mit den Fuhrparks können sich Autohäuser und Werkstätten Auslastung und Erträge für ihre Betriebe sicherstellen. Dabei geht es nicht nur um die laufenden Arbeiten wie regelmäßigen Service, Reifenwechsel und Unfallreparaturen, sondern auch sehr stark um die Aufbereitung des Fahrzeuges, bevor dieses an den Leasinggeber zurückgegeben wird.

Mittels Aufbereitung den Restwert aufpolieren
Dass ein Fahrzeug mit Auslaufen des Leasings nicht mehr aussieht wie ein Neuwagen, das wissen beide Vertragsseiten. Normale Gebrauchsspuren je nach Alter des Fahrzeuges und der zurückgelegten Kilometer werden mit der Leasingrate abgegolten. Die darüber hinaus vorliegenden Mängel und Schäden dokumentiert der unabhängige Sachverständige anhand festgelegter Qualitätskriterien -Österreichs größte Leasing-Unternehmen haben sich über den Fuhrparkmanagement-Ausschuss im Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) darauf verständigt -in seinem Schadensgutachten. Hier können die Betriebe rechtzeitig darauf schauen, dass sie den Fuhrparkverantwortlichen eine Aufbereitung schmackhaft machen. Diese Investition kann unter Umständen ein Vielfaches an Restwert-Abzügen verhindern. Auch wenn kleine Steinschläge, Schrammen und Kratzer unter gewöhnliche Gebrauchsspuren einzuordnen sind, kann der Fahrzeugaufbereiter mit seiner Erfahrung, speziellen Geräten und Pflegemitteln Schäden wir Kratzer, Dellen, Beulen sowie Steinschläge in der Windschutzscheibemit einer professionellen Behandlung verschwinden lassen.

Ebenso erhält der Innenraum des Fahrzeuges einen Aufputz: Der Schmutz der letzten Jahre wird genauso entfernt, wie die Polsterung mit Spezialshampoo behandelt und das Interieur zum Glänzen gebracht wird. Auch wenn es bei vielen Unternehmen mittlerweile ein No-Go ist, auch der sich durch Rauchen oder Haustiere festgesetzte Geruch in der Polsterung kann beseitigt werden.

Fuhrparkunternehmer kalkulieren mit Abzügen
Mit individuellen Angeboten betreue man auch seitens Lucky Car die Fuhrparks und helfe dabei, die Restwerte möglichst hoch zu halten, berichtet Geschäftsführer Ostoja Matic. So würden Fuhrparkunternehmen entsprechend ihres Geschäftsmodells gerne zwischen 3.000 und 7.000 Euro an Abzügen bei den Restwerten geltend machen. Bei Lucky Car können die Kunden ihr Leasingfahrzeug einem Rundum-Check unterziehen und dann entscheiden, welche Schäden sich nicht für eine Aufbereitung rechnen und welche Beanstandungen vor der Rückgabe noch behoben werden sollen: von der einfachen Aufbereitungbis zu Smart-Repair. Im Falle einer Abwicklung über die Versicherung übernimmt Lucky Car die erforderlichen Schritte und verrechnet auch direkt mit dem Versicherungsunternehmen. Rund ein Drittel der Arbeiten entfällt auf Fuhrparks und zeigt deren Know-how in diesem Flottenbereich.

Genaues Hinschauen bei der Betriebswahl
So sieht man auch, dass gewisse Dienstleistungen für Betriebe, die mit Fuhrparks ein Geschäft machen wollen, unabdingbar sind. Dies betont etwa auch Michael Närr, Fuhrparkleiter der NÖ Versicherung: "Die Qualitätsunterschiede bei den Werkstätten sind enorm, und das hat nichts mit der Marke an sich zu tun." Wichtig sind ihm neben der Qualitätaber auch die weitere Mobilisierung des Mitarbeiters durch einen Ersatzwagen, ein Hol-und Bringservice des Fahrzeuges und die Zuverlässigkeit.

"Ich möchte innerhalb kürzester Zeit wissen, wo das Problem liegt und wie lange es dauert, dieses zu beheben. Und dann erwarte ich einen Rückruf, sobald das Fahrzeug fertig ist, ich möchte nicht drei Mal nachrufen müssen. Dass versucht wird, Garantiethemen rasch abzuwickeln und einzureichen, setze ich ohnedies voraus." Viele Betrieb setzen für die Kommunikation auch einen Fuhrparkbetreuer ein, der den Überblick behält und jederzeit für kompetente Antworten auf die Fragen der Fuhrparkleiter bereit steht. Mit dem gewonnen Vertrauen läuft vermutlich auch so manches Feilschen um die Kosten leichter. Große Fuhrparks versuchen natürlich über die Zahl der Fahrzeuge die Kosten zu drücken.

Reparaturnetzwerk liefert Kunden
Die Akquise von Flotten ist für alle Betriebe nicht einfach. So mancher Betrieb ist nicht groß genug, um einen eigenen Fuhrparkbetreuer zu etablieren, aber auch da gibt es mit Reparaturnetzwerken Abhilfe: etwa mit dem Automotive Repair Network (ARN) von Axalta Werkstätten, dem aktuell rund 100 Partnerbetriebe in ganz Österreich angehören. Die am Netzwerk teilnehmenden Unternehmen werden nach modernen Standards zertifiziert.

"Service, Qualität und Ausstattung müssen stets einem hohen Standard genügen. Durch diesen Qualitätsanspruch sind beste Verarbeitung, moderne Betriebsausstattung, qualifizierte Mitarbeiter und hochwertige Materialien, die mindestens den Herstellervorschriften entsprechen, garantiert", bekräftigt Ing. Rudolf Luxbacher, Fleet-,Leasing- und Insurance-Manager bei Axalta. Die teilnehmenden Betriebe sind zudem angehalten, die Reparaturkosten etwa durch die Wahl der günstigsten Reparaturmethode sowie den Einsatz moderner Reparaturprozesse möglichst niedrig zu halten. Die nächstgelegene Werkstatt finden die Fuhrparks mittels kostenloser Unfallreparatur-App oder über die 24/7-Notfallnummer und einen Abschleppdienst.

Gefragte Fahrzeuge am Gebrauchtwagenmarkt
Nach Abschluss des Leasings gehen sehr viele Fahrzeuge an die Fuhrparkunternehmen zurück und somit ergibt sich für den Fahrzeughandel ein weiteres Geschäftsfeld: Gefragte Fahrzeuge (überwiegend in sehr gutem Zustand) finden den Weg auf den Gebrauchtwagenmarkt zumeist mittels Versteigerungsplattform. Dass für die Betriebe die Zahl der "Überraschungen" bei angekauften Gebrauchtwagen sinkt, bestätigt Mag. Herbert Seidl, Geschäftsführer der Mag. Seidl Autohandels GmbH mit Standorten in Gleisdorf und Oberwart: "Mit der digitalisierten Welt wird es besser." Bevor die Fahrzeuge dann tatsächlich in den Verkauf gehen, ist für Seidl ein klarer Prozess von Reinigung, Aufbereitung, kleineren Instandsetzungen und der allenfalls notwendigen Pickerlüberprüfung vorgesehen. So sichern sich die Betriebe nicht nur vor Reklamationen ab, sondern schaffen zufriedene Kunden, die wieder kommen.
 

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