Slowdown für Nutzis

Printer
Slowdown für Nutzis

Das kumulierte Dreivierteljahresergebnis beeinflussten bei Nutzfahrzeugen Lockdown, Produktionsstopps und Nachfrageschwankung.

Advertisement

Toyota, Lada, Jeep und Suzuki lauten die Namen der Gewinner nach Stückzahl-bzw. Marktanteil in der Statistik der kumulierten Leichtnutzfahrzeug-Neuzulassungen der ersten 3 Quartale 2020.

Leichtnutzfahrzeuge: Statistiküberwiegend Rot
Kia, ebenso wie die vorgenannten, aktuell eher nicht vorrangigen Nutzfahrzeughersteller, blieb mit gesteigertem Marktanteil stabil. Die Statistik relativiert sich, betrachtet man die absoluten Absatzzahlen und schaut sich genauer an, welcher Mix an Fahrzeugen je nach dem Gusto der Finanz und dem Sparwillen der Käufer in diese Statistik einfließen. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die statistisch negative Entwicklung aller anderen Marken zu sehen, die im knapp 20 Prozent verringerten Markt Verluste hinnehmen mussten.

Die Statistik führen im kumulierten Jahresvergleich Ford Nutzfahrzeuge an, gefolgt von Volkswagen, Mercedes, Renault und Fiat. Außer den Stückzahlgewinnern konnten Ford, Iveco, MAN, Mercedes-Benz, Mitsubishi, Peugeot, Piaggio und VW ihre Marktanteile steigern.

Längere Nutzungsdauer -geringere Stückzahl?
"Transporter waren ja schon in den letzten Jahren ein boomendes Marktsegment: Dessen Zulassungszahlen sind, unter anderem befeuert durch den Bedarf der Kleintransporteure, Boten-und Zustelldienste, förmlich explodiert", sagt Mag. Franz Weinberger, Sprecher der österreichischen Nutzfahrzeugimporteure in der Industriellenvereinigung. Bei Großkunden seien nun erste Ansätze eines Trends in Richtung E-Mobilität erkennbar. Dass die kumulierten Transporterzulassungen per September heuer stagnierten, provoziere unabhängig von Sondereffekten wie Coronadie Frage, wann der in den letzten Jahren stetig gestiegene Bedarf gedeckt sei. Ein Schlüsselfaktor, auch bei Transportern, sei die Nutzungsdauer: Sie könne bei gleichbleibendem Bestand bis zu einem gewissen Grad einen statistischen Marktrückgang ergeben. Branchenweise unterschiedlich sei dagegen der ebenfalls rückläufige Schwer-Lkw-Markt, wobei Bau-und Nahverkehrsfahrzeuge nicht so schlecht liefen. Kumuliert wies die Statistik zwar auch bei Fahrzeugen über 6 Tonnen einen Rückgang aus, doch schon der September war etwas höher als 2019.
 

Advertisement

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren, können Sie unsere RICHTLINIEN FÜR DATENSCHUTZ UND VERWENDUNG VON COOKIES aufrufen.

OK