Auch in der Krise inserieren!

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Auch in der Krise inserieren!

Die meisten Autohersteller schraubten ihre Werbebudgets während der Corona-Krise zurück. Doch es gibt Ausnahmen, wie der "Observer" recherchiert hat. Interessant ist auch ein Blick auf die Auto-Berichterstattung der vergangenen Wochen.

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Exklusiv für AUTO&Wirtschaft gingen die Experten beim "Observer" der Frage nach, welche Automarken während der Corona-Krise in Österreich die meiste Medienpräsenz anhand ihres Anzeigenpreisäquivalents (APQ1) hatten (Zeitraum: 1. Jänner bis 30. April 2020, Medientyp: Print). Für eine weitere Differenzierung wurde die Beobachtung in PR, Markenwerbung und Händlerwerbung unterteilt und die Resultate mit dem gleichen Zeitraum des vorigen Jahres verglichen.

BMW und Kia ragen heraus

Die Ergebnisse zeigen, dass BMW mit einem Plus von 96,27 Prozent und Kia mit einer Steigerung von 79,37 Prozent den mit Abstand höchsten Werbezuwachs eigengenerierten. Das war insofern eine gute Entscheidung, da der Großteil der Autohersteller zu Zeiten von Corona mit der Eigenbewerbung ihrer Marken zurückfuhren. Einzig Skoda kann im Vergleich zum Vorjahr auch noch mit einem Plus aufwarten (32,59 Prozent). In absoluten Zahlen formuliert hat BMW in den ersten vier Monaten einen APQ von 191.785 Euro erreicht, während das bayerische Unternehmen im gleichen Zeitraum 2019 eine Werbepräsenz von 97.715 Euro hatte.

Renault und Opel mit der stärksten PR-Entwicklung

Im PR-Bereich konnten sich Renault mit einem Plus von 69,24 Prozent und Opel mit einem Plus von 55,26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am stärksten entwickeln. Beiden Unternehmen gelingt durch diese Steigerung der Eintritt in die Top 10 des APQ-Rankings. Seine PR-Präsenz ebenfalls erhöhen konnten noch VW mit 27,86 und Seat mit 11,13 Prozent.

Ford und Audi mit einem Plus bei Händlerwerbung

Ein Blick auf die Händlerwerbung zeigt, dass diese 2020 stark rückläufig ist. Vor allem Seat verzeichnet in diesem Segment ein Minus von 76,58 Prozent.

Das zum Volkswagen-Konzern gehörende Unternehmen hat auch bei der Markenwerbung mit -75,52 Prozent den größten Einbruch. Einzig Audi und Ford konnten mit jeweils 31,47 und 7 Prozent bei der Händlerwerbung zulegen.

Mercedes schraubte alle Bereiche zurück

Betrachtet man alle drei Bereiche zusammen, so fällt auf, dass Ford die geringsten Änderungen zum Vorjahr hat (PR: -26,62 Prozent, Werbung: -1,45 Prozent und Händlerwerbung: +7 Prozent). Mercedes verzeichnet als einziger Importeur eine Senkung in allen Bereichen. Generell verringerte sich die Gesamtsumme der Anzeigenpreisäquivalente aller Marken in dem ausgewählten Zeitraum von 2019 auf 2020 um 27,06 Prozent.

1 APQ: der Werbewert, der sich aus der Größe des Printclippings in Relation zum Satzspiegel und zum Anzeigenpreis pro Seite ergibt.

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