Und nun? Handeln!

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Und nun? Handeln!

In den Autohäusern sind durch den Lockdown schwere Schäden entstanden: Neben der Chefetage sind nun auch die Marketingverantwortlichen in der Pflicht, die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen.

Viele Autohaus-Marketingverantwortliche beschäftigen sich seit Beginn der Corona-Krise vermehrt mit der Frage, welche Marketing- bzw. Vertriebsaktivitäten noch relevant sind. Unendliches Kopfzerbrechen und täglich neue Fragen bestimmen die Autohaus-Marketing-Szene seit Wochen. Klares und fokussiertes Handeln wird mehr und mehr zur Herausforderung.

Kann man die Uhr anhalten, um Zeit zu sparen?
Gutes strategisches Marketing ist die Speerspitze eines marktorientiert arbeitenden Autohauses. Jetzt gilt es mehr denn je zu beweisen, dass man auch unter schwierigen Rahmenbedingungen und Märkten das Beste für Kunden und Betrieb bewerkstelligen kann. Eines unserer Lieblingszitate von Henry Ford bringt es auch zu Corona-Zeiten treffend auf den Punkt: „Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“

Was könnt Ihr unserem Marketing empfehlen?
Wir sprechen täglich mit zahlreichen Marketing-Persönlichkeiten aus der österreichischen Automobilbranche – vom Marketingleiter eines erfolgreichen Importeurs über die Marketingverantwortlichen einer ländlich geprägten Autohausgruppe bis hin zur jungen Autohaus-Unternehmerin. Wir hören die unterschiedlichsten Meinungen und Ansätze zur aktuellen Krise. Eines haben jedoch alle gemeinsam: Sie fragen uns nach einer Empfehlung zur effizienten Planung des Marketings in den kommenden Wochen.

Für uns selbst und auch für unsere Kunden ist eine Mischung aus Gelassenheit und Geduld das oberste Gebot der Stunde. Vorhersagen für die weitere Entwicklung des Marktes sind nicht wirklich darstellbar – Vergleiche mit früheren wirtschaftlichen Krisen nicht angebracht. Eine Zukunftsprognose wird keinem von uns erspart bleiben: Corona hat erheblichen Einfluss auf die österreichische Automobilwirtschaft.

Wisst ihr, was noch alles auf uns zukommt?
Was noch alles auf uns zukommt, weiß leider niemand. Es hängt maßgeblich von jedem einzelnen von uns ab. Wir selbst glauben fest daran, dass wir bald wieder gemeinsam Auto fahren, essen, reisen und genießen dürfen. Und dann werden all diejenigen profitieren, die am Markt und bei ihren Kunden sichtbar geblieben sind. Vergessen Sie nicht: Ihre Kunden sind derzeit mehr Online unterwegs als je zuvor.

* Die Autoren sind Gründer der Autohaus Digital OG

 

6 Tipps für Ihr Autohaus-Marketing in Zeiten des Coronavirus
 
1. Arbeiten Sie an Ihrer Marketing-Organisation.
Die „virusbedingte Vollbremsung“ scheint ein guter Anlass gewesen zu sein, liegengebliebene Themen aufzugreifen. Hören Sie nicht auf, Ihre Marketing-Organisation weiterzuentwickeln und Ihr Know-how zu erweitern! Probieren Sie Neues aus und etablieren Sie eine Fehlerkultur.

2. Digitalisieren Sie Ihr operatives Marketing.
Die Aufmerksamkeit der Menschen hat sich seit Beginn der Corona-Krise sehr stark auf das Internet verlagert. Herstellern und Händlern wurde dadurch klarer, dass die Investitionen ins digitale Marketing nachhaltige Erfolge erzielen können. Eine funktionierende Online-Struktur ist jetzt wichtiger denn je. Seien Sie ehrlich zu sich selber – wie fit sind Sie in folgenden Bereichen: Webseite, digitaler Showroom, CRM, Social Media, Suchmaschinen, Newsletter, Bewertungen, Gebraucht­wagen-Portale usw.

3. Pflegen Sie Ihre Social-Media-Kanäle und Ihren Google My Business Account.
Veröffentlichen Sie laufend Informationen zu Ihren Corona-Maßnahmen: Wie funktionieren Auslieferungen? Wie läuft eine Probefahrt? Wie funktioniert die kontaktlose Werkstattannahme? Bieten Sie Auto-Desinfektionen an? Aktualisieren Sie Ihre Erreichbarkeiten und E-Mail-Adressen des Verkaufs- und Serviceteams. Posten Sie die Punkte in Ihrem Google My Business Profile, auf Ihren Facebook-Seiten, Instagram-Accounts und LinkedIn-Profilen.

4. Erweitern und optimieren Sie Ihre Suchmaschinen-Kampagnen!
Wenn Sie die Zeit im Lockdown für eine Analyse der Keywords in Ihren Google AdWords Kampagnen und Ihres Website-­Traffics genutzt haben, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um nochmals eins draufzulegen. Erhöhen Sie gezielt Ihre Mediabudgets, um Ihrer digitalen Sichtbarkeit und den Rankings rund um Ihre wichtigsten Suchbegriffe einen schönen „Post-Corona-Boost“ zu geben. Testen Sie anlassbezogene Suchbegriffe à la „Was ist das beste Familienauto“ oder „Vorsteuerabzugsberechtigte Pick-ups“ usw.

5. Re-aktivieren Sie Ihre digitalen Kampagnen.
Annahme: Awareness, Branding- und Imagekampagnen wurden während des Lockdowns uneingeschränkt fortgeführt. Im Idealfall haben Sie die Kampagnen genutzt, um spezifische Zielgruppen-Pools aufzubauen. Jetzt ist es an der Zeit, die aktive Lead-Generierung für Probefahrten wieder zu starten. Übernehmen Sie dazu die attraktiven Hersteller-Aktionen und nutzen Sie die nach wie vor günstigen digitalen Reichweiten.

6. Wechseln Sie in den „Zukunft-Modus“ und bleiben Sie dabei!
Hören Sie nicht auf, Ihr Marketing weiterzuentwickeln. Es macht heutzutage keinen Sinn, sich über die Anzeigengrößen der regionalen Wochenzeitung Gedanken zu machen. Diese Zeiten sind vorüber. Probieren Sie Neues aus. Verlagern Sie von „analog“ in Richtung „digital“. Stellen Sie die Weichen auf „Zukunft“ und geben Sie Vollgas!

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