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Seit ihrem ersten Job bei der Porsche Holding Salzburg 2008 hat die 35-jährige Grazerin Viktoria Kaufmann-Rieger eine steile Karriere hingelegt.

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A&W: Frau Kaufmann-Rieger, nach leitenden Jobs in Chile und Kolumbien sind Sie General Manager VW, Audi,Škoda Importeur Portugal -stand die Auslandstätigkeit immer auf Ihrem Programm?

Viktoria Kaufmann-Rieger: Mit 16 Jahren bin ich das erste Mal als Austauschschülerin in die USA gegangen. Abenteuer, neue Kulturen und Leute haben mich schon früh begleitet. Daher war es für mich auch klar, dass ich für die Porsche Holding Salzburg (PHS) ins Ausland gehen möchte.

Die größten Herausforderungen im jetzigen Job?

Kaufmann-Rieger: Aktuell die Einführung der PHS-Kultur, -Denkweise, -Werte sowie unsere Arbeitsweise, Prozesse und Einstellung im neuen Land so verständlich und reibungslos wie möglich zu begleiten. Weiters gilt es, das neue Team vor Ort mit ins Boot zu holen. Für mich ist es wichtig, dass alle Mitarbeiter wissen, dass sie gebraucht und somit gefordert und gefördert werden, um gemeinsam das Unternehmensziel zu erreichen.

Welches berufliche Ziel streben Sie an?

Kaufmann-Rieger: Aktuell möchte ich mich auf Portugal konzentrieren. Mittelfristig sehe ich mich in einer weiteren Geschäftsführungsposition im Ausland. Langfristig kann natürlich mehr kommen, ich kann mir auch vorstellen, sofern sich eine Möglichkeit auftut, eine höhere Führungsposition anzunehmen.

Ist die Autobranche eine eher männliche Domäne?

Kaufmann-Rieger: Absolut. Allerdings hat in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden, das mit der Veränderung in der Automobilindustrie einhergeht. Wir sind gerade im Wandel von einer Automobilvertriebsgesellschaft zu einem Mobilitätspartner der Zukunft -und diese Änderung wird auch mehr weiblichen Input benötigen.

Wie hoch ist der Frauenanteil in Ihrem Bereich?

Kaufmann-Rieger:
Das ist unterschiedlich. Spitzenreiter ist die Porsche Bank in Österreich mit über 50 Prozent Frauenanteil. Im Einzelhandel bewegen wir uns hingegen auf einem sehr niedrigen Niveau. Wir können und wollen in vielen Bereichen mehr Frauen aufnehmen und sind noch nicht da, wo wir hinwollen.

Gibt es typisch männliche bzw. weibliche Arbeitsweisen?

Kaufmann-Rieger:
Ich glaube, dass es mindestens so viele unterschiedliche Arbeitsweisen gibt wie Ähnlichkeiten. Das kommt stark auf die Persönlichkeit an. Männern ist es meist wichtig, stark aufzutreten und eine gewisse Macht auszustrahlen, währenddessen Frauen eher durch emotionale Intelligenz und eine natürliche Einflussnahme auf Entscheidungen stark auftreten.

Mit welchen Herausforderungen werden Frauen künftig in der Mobilitätsbranche konfrontiert sein?

Kaufmann-Rieger: Für Frauen wird es - so wie aktuell - herausfordernd sein, in der männerdominierten Branche Fuß zu fassen, Durchhaltevermögen zu zeigen und Anerkennung und Akzeptanz zu erlangen. Das ist die Voraussetzung, um neue, innovative, vielleicht manchmal weiblichere Ideen, Arbeitsweisen und Führungsstile auch in höheren Funktionen zuzulassen und daraus zu profitieren. Damit werden aber auch Männer konfrontiert sein, denn unsere größte Herausforderung ist die Veränderung im Konsumentenverhalten und in den wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen. Darauf müssen sich Männer und Frauen gemeinsam vorbereiten und ergänzen, nicht konkurrieren.

Mussten Sie je "der bessere Mann" im Job sein?

Kaufmann-Rieger: Das kann ich so nicht beurteilen, ich weiß nicht, ob man mich so gesehen hat. Für mich war ich nie der bessere Mann in meinen Jobs, sondern diejenige, die den Job mit bestem Wissen und Gewissen erledigt hat. Ob das ein Mann so gemacht hätte - möglich, aber wahrscheinlich anders.

Welches sind Ihre besonderen Talente und Attribute?

Kaufmann-Rieger: Ich glaube, dass ich eine hohe soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz besitze, die es mir erlaubt, Menschen zu inspirieren, zu motivieren und mitzureißen. Ich bin ausgesprochen ehrgeizig und zielorientiert und würde mich als einen sehr fleißigen, ehrlichen, vertrauenswürdigen und bodenständigen Menschen bezeichnen, der seine Arbeit liebt und sehr loyal seinem Unternehmen gegenübersteht.

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