Alte Schatten verschwinden

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Alte Schatten verschwinden

Walter Karger als neuer Mehrheitseigentümer und Thomas Körpert wollen die Autobedarfskette Forstinger in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten endgültig aus der Krise führen.

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Walter Karger war von 2003 bis 2010 Geschäftsführer im nunmehr von ihm mehrheitlich erworbenen Handels- und Serviceunternehmen Forstinger. Thomas Körpert machte als Maloya- und Vredestein-Apollo-Reifenlieferant die eine oder andere unangenehme Insolvenzerfahrung mit der Filialkette, um jetzt als operativer Geschäftsführer an die Seitevon Karger zu wechseln.

Was treibt die beiden in schwierigen Marktverhältnissen an, in eine für viele Marktteilnehmer aus der Zeit gefallenen, aktuell 88 Filialen umfassende Handelskette, Geld und Reputation zu stecken?

Karger: "Der Name Forstinger hat in der Bevölkerung nach wie vor einen sehr guten Klang. Darauf lässt sich aufbauen. Als erste Maßnahme werden wir die Rückzahlung der letzten Quote noch ins heurige Jahr vorziehen."

Körpert auf die Frage, wie Kreditversicherer, Banken, Lieferanten wieder ins Vertrauen gezogen werden können: "Meine Aufgabe ist es zunächst, auf ,Braucht es den Forstinger überhaupt noch?' ein glaubwürdiges JA geben zu können. Mit nunmehr frischem Kapital und modernen Produkt- und Dienstleistungsangeboten schaffen wir nachhaltig Vertrauen."

Altlasten bereinigt

Der neue Eigentümer der Forstinger Österreich GmbH (65 % Karger, 35 % Christoph Kurtz) mit Sitz in Traismauer hat mit dem einen oder anderen Kontrahenten Altlasten bereinigen können und v. a. der Zahlungsverkehr entspricht voll und ganz den Abmachungen.

Um Forstingers Geschäftsmodell mit der heutigen Online-Kultur zeitgemäß verbinden zu können, setzen Karger und Körpert auf leistbare Mobilität, und das sei mehr als nur Auto. Dazu zählt besonders das E-motorisierte Zweiradprogramm. Um diese neuen Bedürfnisse beim Kunden zu wecken, stehen bundesweit 88 Filialenmit 86 integrierten Kfz-Werkstätten zur Verfügung - betreut von 700 Mitarbeitern, die sich freuen, an der Spitze des Unternehmens wieder Führungsleute zu besitzen, die Ahnung vom komplexen Mobilitätsgeschäft haben.

Vorrangig zum alles überlagernden Thema Digitalisierung und Online-Vermarktung stellen Karger und Körpert die Wiederherstellung des Lieferantenvertrauens in den Vordergrund, weshalb sie nicht gleich ihr auf 50 Jahren Erfahrung basierendes Geschäftsmodell über den Haufen werfen wollen: "Lassen Sie uns damit beginnen und unterschätzen Sie nicht unsere Fähigkeiten, Gelegenheiten zu ergreifen." Alte Schatten sollen verschwinden.

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