Falsches Öl kann teuer werden

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Falsches Öl kann teuer werden

Werkstätten sollten darauf achten, dass sie in die Fahrzeuge ihrer Kunden keine Motoröle ohne Freigaben einfüllen, warnt man bei Liqui Moly: Denn das kann teuer werden!

Rund 250 verschiedene Ölsorten gibt es in Deutschland bzw. Österreich: Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Doch genau das ist wichtig! "Das falsche Öl einzufüllen ist wie ein falsches Ersatzteil einzubauen", warnt Harry Hartkorn, Leiter des Bereichs Anwendungstechnik bei Liqui Moly. Wie wichtig Information in diesem Bereich ist, zeigt der "Ölwegweiser", den Liqui Moly für all seine Kunden geschaffen hat: Rund 30.000-mal pro Tag wollen Fahrzeugbesitzer (aber auch Mechaniker) wissen, welches Produkt für das jeweilige Fahrzeug empfohlen wird. Dieser Wegweiser, der durch den Dschungel aus Industrienormen und Herstellerfreigaben führt, ist ja längst auch für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets verfügbar.

Werkstätten haben wichtige Aufgabe

In den vergangenen Jahren wurden immer leistungsfähigere Öle entwickelt, die natürlich einen gewissen Preis haben; das sollten die Werkstätten ihren Kunden klar machen. Denn Öle ohne offizielle OEM-Freigaben können zu einem enormen Risiko führen. Wenn nachweislich ein Motoröl ohne Freigaben eingesetzt wurde, werden Schadensersatzansprüchevon den Autoherstellern abgelehnt. Genau deshalb sollten Werkstätten wissen, dass gewisse Begriffe wie "entspricht den Vorgaben von ", "Freigabe unter anderem Namen" oder "vergleichbar gemäß EU-Recht zu " nur eine Freigabe suggerieren, die in Wahrheit aber nicht vorliegt.

Immer niedrigere Viskositäten

Wer glaubt, dass die Sache mit den Motorölen in Zukunft einfacher werden würde, irrt: Da die Autohersteller immer kleinere Motoren mit oft nur 3 Zylindern oder spezielle Aggregate für Hybridfahrzeuge konstruieren, müssen bei Liqui Moly auch immer neue, passende Öle entwickelt werden. Die Viskosität 0W-20 wird von einigen Herstellern (vor allem aus Asien und den USA) bereits vorgeschrieben, auch bei VW wurde damit schon begonnen - und BMW sowie Mercedes stehen in den Startlöchern. Der nächste Schritt sind dann noch niedrigere SAE-Klassen: 0W-16 ist in Japan bereits im Einsatz, vor allem bei Motoren der neuesten Hybridgeneration. In den nächsten Jahren erwartet Oliver Kuhn, stellvertretender Laborleiter Öle bei Liqui Moly, noch niedrigere Viskositäten wie zum Beispiel 12 oder sogar 8.

Die Vorteile der dünneren Öle? Sie erfordern weniger Energie (wie zum Beispiel für den Anlasser) und sie sind auch für die höheren Drehzahlen besser geeignet, die beim Startvorgang entstehen. Das sollten Werkstätten den Kunden erklären: Dann sollte jede Preisdiskussion im Keim erstickt sein. (MUE)
 

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