Wissen aus erster Hand

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Wissen aus erster Hand

Andreas Henkelmann, Manager IAM Sales A-CH, ZF Aftermarket

Andreas Henkelmann von ZF Aftermarket gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Branche und die Unterstützung durch ZF.

A&W: Wie weit wird die E-Mobilität Auswirkungen auf das Aftermarket-Geschäft haben?
Andreas Henkelmann, ZF Aftermarket: Alternative Antriebskonzepte, Digitalisierung, autonomes Fahren, aber auch veränderte Kundenerwartungen stellen den Aftermarket vor neue Herausforderungen. ZF rechnet damit, dass im Jahr 2030 etwa 30 Prozent der Neuwagen Elektro- oder Hybridantriebe haben werden. Darauf müssen sich die Händler und Werkstätten einstellen: technisch und personell.

Bedeuten weniger Bauteile grundsätzlich überhaupt weniger Ersatzteilverkauf?
Henkelmann: Das Geschäft mit Ersatzteilen wird sich massiv verändern. Zum einen führt die E-Mobilität zu einer Reduzierung der Ersatzteile. E-Fahrzeuge sind durch eine andere Konstruktion und geringere Fahrleistungen weniger reparaturanfällig und müssen seltener in die Werkstatt. Aber dennoch benötigen auch Elektrofahrzeuge Ersatzteile.

Unsere integrierten Systemlösungen für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs - von der 48-V-Technologie bis zum reinen Elektroantrieb - ebnen den Weg für den emissionsfreien Verkehr. Als Hersteller von Produkten in Erstausrüsterqualität für Elektroautos können wir diese Produkte natürlich zuerst an den Aftermarket liefern.

Welche digitalen Tools hat Ihr Unternehmen in Bezug auf den technischen Support entwickelt?
Henkelmann: Die offene Konnektivitätsplattform Openmatics von ZF, die unabhängig von den Fahrzeugherstellern arbeitet, bildet die Grundlage für ein intelligentes digitales Ökosystem. Der offene Telematikdienst bietet Werkstätten und Flottenbetreibern verschiedene Lösungen, um Fahrzeuge intelligent zu vernetzen und datenbasierte Diagnosen durchzuführen. Mit ZF Smart Service bietet ZF Aftermarket freien Werkstätten eine App, die es Mechanikern ermöglicht, zuverlässige Fahrzeugdiagnosen und grundlegende Wartungsarbeiten mit mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets durchzuführen.

Was kann eine freie Werkstatt in Zukunft von ZF erwarten?
Henkelmann: Trotz der vielen Möglichkeiten der Datenvernetzung ist und bleibt das Auto ein technisches Produkt mit zahlreichen mechanischen Komponenten, die gewartet und repariert werden müssen. Und die Menschen sind nicht so mobil wie ihre Daten - sie wollen trotzdem einen Service vor Ort, den sie im Notfall schnell und bequem erreichen können. Mit der Komplexität der Autos wird aber auch die Bedeutung des technischen Know-how rasant zunehmen. Aus diesem Grund hat der Transfer von technischem Wissen bei ZF Aftermarket höchste Priorität, denn wir wollen, dass unsere Werkstattpartner den notwendigen Wandel selbst erfolgreich gestalten können. Als Hersteller von Produkten in OEM-Qualität haben wir das Wissen aus erster Hand, das wir ihnen vermitteln können. 

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