Karosseriebranche in Bewegung

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Karosseriebranche in Bewegung

Beim 1. A&W-Schadentag lieferten hochkarätige Referenten Anworten zu Digitalisierung, Fachkräftemangel und Schadenssteuerung und diskutierten mit dem Publikum.

Insbesondere der Themenblock "Schadensabwicklung und Schadenssteuerung" wurde zum Besuchermagnet. Das Forum des 1. A&W-Schadentages inmitten der modernen Halle 10 der AutoZum platzte aus allen Nähten.

Für Controller zählt das Handwerk nicht

In einem pointierten Dialog beleuchteten Robert Paintinger, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten, und Konrad Wenz, Chefredakteur des deutschen Fachmagazins "Fahrzeug+Karosserie", die Situation in Deutschland, wo 15 bis 20 Prozent derSchäden durch Flotten und Versicherungen gesteuert werden. Werner Bauer vom Versicherungsverband und Bundesinnungsmeister Erik Paul Papinski betonten, dass in Österreich Schadenssteuerung (noch) kein großes Thema sei. Die Zahlungsmoral der Versicherer sei gut und die Zusammenarbeit viel friedlicher. Bauer rief deshalb zur Vernunft auf, um das bestehende System durch mangelnde Bereitschaft, alternative Reparaturmethoden anzuwenden, oder unbedachte Werbung für die Übernahme des Selbstbehaltes nicht zu gefährden.

"Die Controller von HUK-Coburg oder der Innovation Group machen die Regeln undüberall, wo Controller sitzen, zählt das Handwerk nicht", warnte Paintinger und rief die Österreicher auf, wachsam zu sein und zusammenzuhalten, damit sie nicht das Schicksal der deutschen Kollegen ereilt.

Erfolgsstorys gegen Facharbeitermangel

Wilfried Mennel von der Karosserie Akademie plädierte für die Verbesserung des Image des Berufes Karosseriebautechniker. Maßnahmen wie Social Media oder Berufswettbewerbe gehören dazu. Bei der Veranstaltung präsentierte die Berufsgruppe ihren Kandidaten für die WorldSkills 2019 in Kazan (Russland) - Dominik Eidler von Porsche Wr. Neustadt. "Wir brauchen Erfolgsstorys, um für den Beruf zu begeistern", so Simona Hermus, MSc BA, Employer Branding&Talent Scouting der Porsche Holding. Bei den begehrten Castings von Porsche Inter Auto kommen auf eine offene Lehrstelle 10 Anwärter.

Wie man die Digitalisierung für den eigenen Erfolg nutzen kann, zeigten Michael Luipersbeck und Wolfgang Gschaider von Autohaus Digital: Bereits mit kleinen Investitionen ins digitale Marketing kann man viel erreichen.

Technische Digitalisierung war das Thema von Dieter Hierholz von repair-pedia: "Wir wissen heute nicht, was genau in 10 Jahren passieren wird, aber wir können uns auf die Änderungen vorbereiten." Ob neue Player am Markt, Carsharing oder autonome Autos - bereits jetzt kann man sich technisch informieren und die Situation beobachten.

Geld für neue Ideen

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Die Chancen aus der Digitalisierung werden von Österreichs kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) nach wie vor unzureichend genutzt. Wie es leichter und mit finanzieller Unterstützung sowie fundierter Beratung geht, wird hier erklärt.

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