Zulieferer im Wandel

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Zulieferer im Wandel
Continental

Viele Automobilzulieferer sind bei Entwicklungen im Bereich automatisiertes Fahren, Elektromobilität, Vernetzung oder Künstliche Intelligenz führend. Ihre Kompetenz zeigen sie auch bei der Kreation eigener Konzeptautos und Mobilitätslösungen für urbane Räume.

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Neue Mobilitätsformen stellen die Zulieferindustrie vor große Herausforderungen. „Nicht nur die E-Mobilität, auch die Megatrends Shared Mobility, autonomes Fahren und Digitalisierung zeigen immer stärker ihre disruptive Wirkung.“ Zu diesem Schluss kommt die „Global Automotive Supplier Study 2018“ von Roland Berger und Lazard. Die Digitalisierung bietet neue Chancen und Innovationspartnerschaften werden immer wichtiger, um erfolgreich die Zukunft zu gestalten. So werden Zulieferer zu Mobilitätsanbietern mit eigenen Fahrzeugkonzepten, die sie selbständig oder in Joint Ventures realisieren.

In einem Ranking der Patentanmeldungen, wofür über 5.800 von insgesamt rund 9.000 Patenten zum autonomen Fahren von 2010 bis 2017 erfasst wurden, entfielen mehr als die Hälfte auf Autohersteller und fast ein Drittel auf Zulieferer (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln). Bosch liegt mit 1.101 Patenten mit Abstand auf Platz 1, Continental ist Fünfter mit 482, Valeo Zehnter mit 276 Patenten.

ZF-Konzeptfahrzeug geht 2019 in Serie
Systemanbieter ZF Friedrichshafen AG hat über seine Tochter Zukunft Ventures mit dem Hersteller von E-Fahrzeugen e.GO Mobile AG das Gemeinschaftsunternehmen e.GO Moove GmbH gegründet, um autonome E-Fahrzeuge People und Cargo Mover zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben. ZF liefert für das Projekt das elektrische Antriebssystem, Lenkung und Bremsen sowie die automatisierten Fahrfunktionen. In der Basisversion wird der Bus von einem Fahrer gesteuert, spätestens 2021 soll der People Mover hochautomatisiert fahren.

Fahrzeugkonzepte für den urbanen Raum
Die Fahrzeuge der Schaeffler-Gruppe, Bio-Hybrid und Mover, sind anschauliche Beispiele für die Wandlung eines Autoindustrie-Zulieferers zum Anbieter innovativer Mobilitätslösungen. Auf der CES 2017 wurde das Bio-Hybrid-4-Rad als Studie vorgestellt, auf der CES 2019 wird das Projekt der Schaeffler Bio-Hybrid GmbH bereits in zwei seriennahen Varianten, Passenger und Cargo, zu sehen sein. Das überdachte Pedelec auf vier Rädern, das Muskelkraft und Elektro-Antrieb kombiniert, soll 2020 in Produktion gehen. Eine weitere Innovation für den urbanen Raum ist der Schaeffler Mover mit Radnabenantrieb und 90-Grad-Lenkung, der als Plattform für unterschiedliche Fahrzeugkonzepte dient (siehe Grafik). Das wendige autonome Elektrofahrzeug kann zum Beispiel als Taxi oder als Transporter zum Einsatz kommen.

Fahrerlos im Stadtverkehr
Auf der IAA 2017 zeigte Continental im Rahmen einer Virtual-Reality-Präsentation seine Visionen zur vernetzten Mobilität. Dabei spielen die in Schwärmen auftretenden autonomen Elektrofahrzeuge BEE eine führende Rolle. BEE steht für Biene aus dem Englischen und ist die Abkürzung für „Balanced Economy and Ecology Mobility Concept“ als Teil der Lösungsansätze von Continental für die individuelle Mobilität im urbanen Raum. Das Versuchsfahrzeug CUbE (Continental Urban mobility Experience) ist ein weiteres Forschungsprojekt zur Erprobung des fahrerlosen Fahrens. Im Robo-Taxi kommen viele Technologien zum Einsatz, bei denen Continental über langjährige Erfahrung verfügt: Sensoren, Steuergeräte, Software-Algorithmen, Bremssysteme oder Antriebstechnologien, aber auch Innenraummaterialien, die eine Wohlfühlzone schaffen helfen.

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