Reifen digital und regional

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Reifen digital und regional

Michael Saitow, Gründer von Tyre24 und CEO der Saitow AG, spricht über den Online-Reifenhandel, die Bedeutung des lokalen Händlers und Tyre.one.

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A&W: Wie hat sich Tyre24 in Österreich entwickelt bzw. wie würden Sie die heutige Position von Tyre24 in Österreich beschreiben?

Michael Saitow: Die Kunden schätzen auf unserer Plattform die Preise und Verfügbarkeit der angebotenen Produkte in Kombination mit dem gebotenen Service. Seit unserem Start 2010 in Österreich konnten wir jedes Jahr die Anzahl der teilnehmenden Händler wie auch die Anzahl der Bestellungen steigern.

Wie hat sich das B2B-Online-Geschäft generell entwickelt und wohin geht die Reise?

Saitow: Die Digitalisierung hat längst auch das B2B-Geschäft beim Reifenhandel in ganz Europa erreicht und wird noch stark an Bedeutung gewinnen. Irgendwann wird der Reifenmarkt zu fast 100 Prozent digitalisiert sein, und das europaweit.

Mit Tyre.one haben Sie ein neues Projekt in Österreich gestartet? Was sind die Eckpunkte?

Saitow: Generell sind wir stark auf B2B fokussiert. Dass es Tyre.one gibt, liegt daran, dass wir uns gefragt haben, warum soll eigentlich der Onlinehandel dem Fachhandel vor Ort das Geschäft wegnehmen und ihn zur Montagestation degradieren. Das wäre, als wenn ich ins Restaurant ginge und meine Flasche Wein selbst mitbringe. Bei uns verkaufen die Händler die Reifen, die sie montieren, noch selbst.

Wie profitiert der lokale Reifenhändler davon?

Saitow: Jeder Reifenhändler kann über Tyre.one intensiv an der stetig wachsenden Welt des E-Commerce teilhaben und ist durch seine Listung bei Tyre24 auch gleich professionell aufgestellt. Das heißt, er verfügt über das komplette Reifen- und Felgensortiment der Plattform und kann dies seinen Kunden online über Tyre.one anbieten. Eine vergleichbare Vielfalt an Artikeln kann kein Einzelhändler vorhalten. Dabei bestimmt der Händler seine Preise selbst und verkauft seine eigenen Produkte und Leistungen und ist nicht bloß Montagepartner. Der Rohertrag bei den Reifen bleibt also beim Händler. Durch das intensive Suchmaschinenmarketing, das von uns für die Seite betrieben wird, wird er vom Verbraucher auch gefunden. Auch das kann ein Einzelhändler kaum leisten, der etwa einen einsamen Internetshop betreibt.

Hat man als Einzelkämpfer, als Reifenfachbetrieb ohne Partner bzw. Netzwerk noch Chancen?

Saitow: Es wird schwer werden. Wir haben eine große Kundenumfrage durchgeführt, bei der Digitalisierung und damit diese Frage ein großes Thema war. Heraus kam, dass die Betriebe sich aktuell erheblichen Herausforderungen aufgrund der Digitalisierung stellen. Es wird über eine hohe Preiskonkurrenz aus dem Internet geklagt. Auch ist es schwer für die Händler, gutes Personal zu bekommen. Die Neukundengewinnung wie auch der Einkauf könnten besser laufen. Zusammen führt dies dazu, dass die Margen kleiner werden und die Händler nach Lösungen suchen, um profitabler zu arbeiten. Jedoch fehlen vielen Händlern die nötigen Ressourcen dafür. Deshalb bieten wir den Händlern mit Tyre24 und Tyre.one die nötigen Produkte, um auch im Zeitalter der Digitalisierung weiterhin erfolgreich und konkurrenzfähig zu agieren.

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