Modellwechsel im WLTP-Sturm

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Modellwechsel im WLTP-Sturm

Als ob Importeure und Händler mit der neuen Messnorm nicht genug zu tun hätten, kommen im Herbst auch neue Modelle – etwa der aufgefrischte Skoda Fabia.

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Dass auch im kleinen Škoda mit der im September zu den Händlern kommenden Auffrischung die Dieselmotoren wegfallen, hat bei Max Egger kein großes Kopfweh verursacht. „Das hätte in puncto WLTP die Komplexität nur noch vergrößert“, meint er im Gespräch bei der Präsentation der letzten Auflage des Erfolgsmodells. „Zuletzt hatten wir noch ­einen Dieselanteil von 5 bis 6 Prozent – kein Wunder bei Durchschnitts-Laufleistungen unter 10.000 Kilometer im Jahr.“

Diesel geht, Combi bleibt
Anstatt der Selbstzünder kommen, ganz dem Trend im Segment entsprechend, ­Dreizylinder-Ottomotoren mit und ohne Turbolader zum Einsatz, die zwischen 60 und 110 PS leisten. Darüber hinaus ­betrifft das Update vor allem Design, Infotainment und Assistenzsysteme. Anders als andere Hersteller, die den Kombi in der kleinen Klasse zuletzt dem trendigen kleinen SUV-Format geopfert haben, bietet der tschechische Konzern weiterhin die „Combi“ genannte Langvariante an. „Wir sind ganz klar die Kombi-Marke im Konzern“, so der Österreich-Geschäftsführer, der – wie beim derzeit aktuellen Modell – einen 60-Prozent-Anteil für den Kombi anpeilt.
Wie das trotz des für 2019 angekündigten Klein-SUV der Marke mit dem geflügelten Pfeil klappen soll? „Das dritte Skoda-SUV wird gar nicht so klein, sondern wird die Abmessungen des Yeti haben“, verrät Egger. Er rechne deshalb nicht damit, dass er Interessenten des Fabia Combi abspenstig machen könnte. Der klassische Kombifahrer sei kein SUV-Kunde. „Schon vor 15 Jahren gab es die Befürchtung, dass der Kombi als Karosserieform von den MPVs verdrängt werden wird“, erinnert sich der langjährige Automanager.  

Unsicherheit bei Liefertermin und Ausstattung
Die drängenden Probleme sind derzeit ohnehin andere: Die neuen Abgasmessmethoden nach WLTP sorgen dafür, dass haltbare Preisinformationen ebenso schwierig zu treffen sind wie Auskünfte über Liefertermine. „Uns plagen bei allen Modellen gravierende Lieferschwierigkeiten, beim Kodiaq stehen wir bei Liefertermin 2019“, so Egger.
Problematisch sei vor allem, Kunden aufgrund der Unsicherheit bei der Abgasmessung keinen haltbaren Liefertermin nennen zu können. „Wir versuchen jedenfalls, die gängigeren Motoren so schnell wie möglich freizubekommen, die weniger gängigen dann sukzessive.“ Im Fall einer Preisdifferenz würde diese der Hersteller bzw. der Importeur schlucken, der Händler komme keinesfalls zum Handkuss. „Es kann sein, dass ein Auto um ein Prozent mehr NoVA kosten wird, und es kann sein, dass sich die Ausstattung gegenüber der ursprünglichen Bestellung verbessert“, skizziert Egger die möglichen Auswirkungen.
Trotz aller Schwierigkeiten begleitet Optimismus den Relaunch. Beim Fabia rechne man im Volljahr erneut mit Verkäufen zwischen 7.000 und 8.000 Stück – „eventuell etwas mehr, da wir von Anfang an die Monte-Carlo-Variante und die ­Zweifarblackierungen anbieten.“

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