OEMs wollen in den Aftermarket

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OEMs wollen in den Aftermarket

Partslife-GF Wolfgang Steube

Der jährliche Partslife-Kongress in Wiesbaden hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt der Teileindustrie entwickelt. Neben der neuen Wachstumsstrategie von Partslife war die Telematik das Hauptthema.

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So hat Partslife in der Gesellschafterversammlung die Agenda 2025 beschlossen, wonach das Geschäftsvolumen in den nächsten 8 Jahren verdreifacht werden soll. "Das kann natürlich nicht nur durch generisches Wachstum erfolgen, dazu wird man versuchen, zur Strategie passende Unternehmen zu kaufen", erklärt Geschäftsführer Wolfgang Steube im Rahmen der Veranstaltung. Während das Unternehmen in der Entsorgung -besonders in Deutschland, aber auch in Österreich -bereits sehr stark positioniert ist, sieht man im Bereich Arbeitsschutz und Beratung noch großes Potenzial. Für Österreich ist eine Verstärkung der Zusammenarbeit mit Liqui Moly und Birner in Umsetzung. Aktuell besteht Partslife übrigens aus 31 Gesellschaftern sowie 55 Systempartnern mit 71 Marken.

e-Call verstärkt Kundenbindung für Autohersteller Abgesehen von der Teilhaberschaft bei Partslife eint die am Kongress teilnehmenden Teile-Konzerne auch die Sorge um das zukünftige Geschäft, vor allem nach Einführung der Telematik. "Der mit April 2018 gesetzlich vorgeschriebene e-Call bringt die Vernetzungin jedes Fahrzeug und wird neue Formen der Kundenbindung ermöglichen, die in erster Linie den Automobilherstellern zur Verfügung stehen", weiß dazu Frank Schlehuber, Director Aftermarket&Warranty der European Association of Automotive Suppliers (CLEPA).

Direkte Lösungen mit OEMs CLEPA will deshalb direkt mit den Herstellern verhandeln und auch schon ab Herbst 2017 eine Lösung anbieten. "Ohne technische Änderungen durch die Automobilhersteller wird der Zugang zu den Fahrzeugdaten für andere Anbieter nicht möglich sein", ist Schlehuber überzeugt. "Selbst wenn uns die Politik unterstützt und den Herstellern eine Änderung gesetzlich vorschreibt, dauern die Umsetzung des Gesetzes und die technische Implementierung mit Übergangsfristen mindestens bis 2025. Wir brauchen die Lösungen allerdings jetzt."

In diese Richtung ist auch Caruso, also offene Plattform für alle Anbieter und Nutzer, positioniert. "Aktuell übernehmen wir die Daten von der OBD2-Schnittstelle, aber wir werden in Zukunft die Daten von den neuen Lösungen verwenden, egal ob es sich dabei um Extended Vehicle oder Open Telematic Platform OTP handelt", so Alexander Haid, Geschäftsführerder Caruso GmbH.

Nicht zuletzt, so Schlehuber abschließend, drängten die Autoerzeuger aggressiv in den Aftermarket: "Die Autohersteller investieren mit einem markenübergreifenden Produktportfolio in den Aftermarket, in e-Commerce und Kundenbindungskonzepte.

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