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Ausgabe
05
2018


Die Rettung für den Diesel?

Wirtschaft

Bosch hat die bisherigen Abgas-Systeme verfeinert und dadurch den Stickoxid-Ausstoß bei Diesel-Fahrzeugen minimiert. Das System ist ab sofort verfügbar.


Die Spannung in der Bilanz-Pressekonferenz Ende April in Renningen war schon vor Beginn deutlich spürbar. Denn schon zuvor war durchgesickert, dass Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung, an diesem Vormittag "etwas Bedeutendes in Sachen Diesel" verkünden würde. Und tatsächlich: Nachdem zuvor lang und breit über die - sehr positive -Bilanz des Vorjahres gesprochen worden war,kam Denner zum Thema Diesel. Denn dieses ist für Bosch extrem wichtig, arbeiten doch (Pkws und Lkws zusammengerechnet) weltweit rund 50.000 Bosch-Techniker in diesem Bereich. Jeder Rückgang des Marktanteils wirkt sich aus.

Bestehende Systeme weiter entwickelt

Nach zwei schwierigen Jahren, in denen vor allem in Europa große Verunsicherung über die Sauberkeit des Diesels aufkam, scheint nun große Hoffnung aufzukeimen: Denn bei Bosch forschten in den vergangenen 2 Jahren rund 100 Diesel-Experten an der Weiterentwicklung der bestehenden Systeme. Noch vor einem Jahr, so geben die Bosch-Techniker zu, hätten sie nie gedacht, dass derartige Fortschritte möglich seien: Umso mehr waren sie überrascht, als sie mit der neuen Technik die gesetzlich vorgeschriebene Runde in Stadt, Landstraße und auf Autobahnen absolvierten. Laut den Real Driving Emissions (RDE) ergab sich ein NO -Wert von 13 Milligramm - das ist nuretwa ein Zehntel (!) des Grenzwertes, der ab 2020 in Europa gilt (120 mg).

Derzeit sind sogar noch 160 mg auf der Straße erlaubt. Sogar auf einer extrem schwierigen Runde durch Stuttgart mit vielen Steigungen und einem hohen Anteil an Staus sei man mit der neuen Technologie auf 40 mg NO gekommen, hieß es bei der Pressekonferenz. Laut Denner können die neuen Erkenntnisse ab sofort in die Serienentwicklung der Autohersteller einfließen; die Mehrkosten werden mit einem "zweistelligen Euro-Wert" beziffert. Es seien nämlich keine neuen Hardware-Komponenten notwendig. Bevor er auf das Thema Diesel zu sprechen kam, präsentierte Denner für 2017 ein Umsatzplus von 6,8 Prozent auf 78,1 Milliarden Euro. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Bereich Mobility Solutions (der auch den automotiven Sektor umfasst) mit einem Ansteigen der Umsatzerlöse um 7,8 Prozent. Auch der Bereich Industrial Technology nahm im Vorjahr um 7,8 Prozent zu, bei Consumer Goods bzw. Energy and Building Technology gab es ein Plus von 4,5 bzw. 4,1 Prozent.

Für die Zukunft erwartet Bosch erhebliche Risiken, vor allem was den Handelskonflikt zwischen den USA und China betrifft. Dies könne wegen der komplexen internationalen Lieferketten zu einer deutlichen Verlangsamung des globalen Wachstums führen. Dennoch will Bosch den Umsatz 2018 um 2 bis 3 Prozent steigern.

Ein weiteres Absinken der Diesel-Marktanteile will Bosch verhindern. Denner: "Ganz im Gegenteil: Wir werden versuchen, den Anteil wieder zu erhöhen."








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