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Ausgabe
04
2018


"Das ist die größte Baustelle"

Handel

Was bedeutet Digitalisierung für die Autohändler? Müssen sie Angst davor haben? Im Interview gibt Hansjörg Mayr, der bei Denzel für die Zukunft zuständig ist, eine Erklärung.


Fast 12 Jahre war Hansjörg Mayr Chef von Hyundai in Österreich -er weiß also, welche Sorgen die Händler drücken, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Dieses Wissen kommt ihm jetzt, als Chief Digital Officer bei der Wolfgang Denzel Auto AG, zugute. "Natürlich sind Veränderungen für viele Menschen unbequem, außerdem sind sie oft eine Bedrohung. Die Händler haben Sorgen und Ängste vor dem, was da kommt", sagt Mayr. Im nächsten Atemzug kommt jedoch die Entwarnung: "Ich sehe Digitalisierung als riesige Chance: Man darf nur nicht den Fehler machen, sich bedroht zu fühlen." Eine positive Grundeinstellungsei wichtig, aber nicht genug: "Man muss auch etwas tun."

Dafür gebe es zwei wichtige Blöcke, so Mayr: Der erste sei die Kommunikation, die in Zukunft immer wichtiger werde, weil ein besseres Verständnis für den Kunden immer notwendiger werde. "Der Händler muss die Brille des Kunden aufsetzen und sein Unternehmen bestmöglich am Kunden orientieren. Natürlich gibt es dieses Schlagwort seit Jahren, aber man hat nie genug getan." Mayr vergleicht die Situation mit einem Kellner im Restaurant: "Wenn der schnell und direkt versteht, was ich will, hat die Kommunikation funktioniert." Der zweite Bereich betreffe die Transparenz: "Jeder Kunde, der etwas kauft, soll ein gutes Gefühl haben: Er muss wissen, wo er steht, wie viel er bezahlt." Banale Dinge eigentlich, so Mayr, aber in der Praxis schwer umzusetzen. Jeder Mitarbeiter im Autohaus müsse alle Infos haben, die er für seinen Geschäftsfall benötige: "Das ist ein angenehmer Nebeneffekt der Digitalisierung. Wenn ein Händler die Infos besser vernetzt, erkennt er die stillen Reserven, ohne dass er einen neuen Schauraum oder eine neue Werkstätte benötigt." Dies könne zu zufriedenen und besseren Mitarbeitern führen: "Oft müssen sie derzeit furchtbar kompliziert arbeiten. Wir brauchen eine intelligente Lösung, nicht 5 Programme nebeneinander."

"Die Daten sind das größte Asset des Händlers"

Wichtig sei auch das Ausmerzen kleiner Fehler: "Wenn man bei jedem Werkstätten-Durchgang 5 Minuten in der Arbeitsvorbereitung spart, wird es sich übers Volumen hebeln."

Doch was müssen Händler sonst noch tun? "Sich vor allem darum kümmern, dass sie die Kundenund Fahrzeugdaten in Ordnung haben: Das ist die größte Baustelle." Denn die Daten seien das größte Asset eines Händlers: "Aber er muss die Kunden verstehen, sonst sind die Daten wertlos."

Und: "Die Technik macht vieles möglich, jedoch der Mensch bleibt der Erfolgsgarant. Die Jobs im Autohaus werden nicht wegfallen, aber wir müssen uns verbessern." (MUE) In der Mai-Ausgabe: Teil 2 des Interviews








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