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Ausgabe
04
2018


Noch lange nicht die ganze Wahrheit

Gewerbe

Forstinger (über 32 Mio. Euro) und Bruckmüller (ca. 80 Mio. Euro) nötigen mit ihren Insolvenzen die Gläubiger zum finanziellen Aderlass. Das Wort Zuversicht ist hierbei fehl am Platz.


Schon seit Monaten war es kein Geheimnis mehr, dass die seit 80 Jahren in Oberösterreich existente Firmengruppe des Reifenhändlers Dr. Othmar Bruckmüller in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Dass es so dick kommt, damit rechnete niemand. Bei Forstinger, Österreichs größtem Einzelhändler für Automobilzubehör, Zweirad und Zweiradzubehör (Umsatz 110 Mio. Euro) hätten die Lieferanten nach einer laut Beobachtern undurchsichtigen Entschuldungsaktion 2015 gewarnt sein müssen. Aber der Umsatzzwang, organisch wachsen die Absatzmärkte längst nicht mehr, ließ jede unternehmerische Vorsicht bei manchen Lieferanten vermissen.

Während Dr. Othmar Bruckmüller sich zu seinem 70. Geburtstag aus allen unternehmerischen Verpflichtungen "entsorgen" musste und die Reste seiner 10 Standorte samt Privateigentum nun von den Insolvenzverwaltern versteigert werden, redet sich Forstinger-Alleingesellschafter Dipl.-Ing. (ETH) Martin Schmid Schmidsfelden auf die Unwägbarkeiten von Markt und Wetter aus.

Im jüngsten Bericht zur Prüfungstagsatzung wird von Insolvenzverwalter Mag. Volker Leitner viel Raum für Argumente gegeben, ärgern sich Gläubiger. Leitner hält Forstingers Gläubiger indes mit Zahlungen aus dem laufenden Tagesgeschäft bei Laune, die im Fortführungsfalle auf 80 Prozent ihrer Forderungen verzichten müssen.

Die Bruckmüller-Tragödie hat vermutlich weit in die Zeit zurückreichende Ursachen. Engagements in Sport-und Eventmanagement werden ebenso als problematisch für das Basisgeschäft angesehen wie private Wertegenerierung. Gerichte werden sich mit der einen oder anderen Finanzaktion des gelernten Juristen wohl noch beschäftigen müssen.

Plankenauer und Mitarbeiter haben sich erste Filetstücke aus der Konkursmasse gesichert, bei Weitem jedoch nicht zu Werten, die sich die Masseverwalter erwartet haben. Dazu laufend Details in unserer wöchentlichen AUTO-Information print und online. In der Causa Forstinger bedankte sich Leitner inzwischen vorsorglich bei den Lieferanten für ihre Unterstützung im Sanierungsverfahren.

Die Chancen stehen gut, merken Sarkasten an, dass der nächste Flop absehbar ist, weil das bisherige Geschäftsmodell Forstinger im online orientierten Handel veraltet ist und nur neue Investoren eine Besserung bewirken könnten. Die sind nicht in Sicht.








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