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Ausgabe
03
2018


Beläge tauschen ist zu wenig

Gewerbe

Bei Continental Aftermarket ist die Bremse mit der Marke ATE ein wichtiges Thema. Als Komplettanbieter hat Continental nicht nur die Produkte, sondern auch umfassende Schulungen. Ein Gespräch mit Bert C. Lembens, Leiter Sales Service Continental Aftermarket.


A&W: Wie komplex ist eigentlich das Thema Bremse? Bert Lembens: Lange Zeit haben die Betriebe mit dem Wissen:"Die Scheibe ist rund, der Belag ist eckig", die Bremsen serviciert. Diese Zeiten sind vorbei, das Thema ist nicht mehr so einfach. Die Bremsen sind heute sehr leistungsfähig und sehr komfortabel, 50 Prozent betreffen heute Elektronik und Elektrik. Dazu ist es wichtiger denn je, das Gesamtsystem anzuschauen. Einfach die Beläge zu tauschen ist zu wenig. Hier wird oft nur die Auswirkung und nicht die Ursache bekämpft. Es muss immer das Gesamtsystem analysiert werden: Scheiben, Sattel, Fahrwerk. Stimmt beim System etwas nicht, tritt der erhöhte Verschleiß oder das Problem sofort wieder auf.

Sie haben die Elektronik angesprochen, wo sind hier die Herausforderungen?

Lembens: Der wachsende Einsatz der elektronischen Parkbremse bringt ebenso neue Anforderungen wie ABS, ESP und natürlich die Fahrerassistenzsysteme. Und damit kommen wir zu unserem wichtigsten Thema für die Zukunft: vernetzte Systeme. Für die Werkstätte wird es immer wichtiger, die kompletten Systeme und Vernetzungen zu verstehen. Durch Themen wie E-Mobilität und die zunehmende Automatisierung werden die Bereiche komplexer.

Was sind bei Conti Aftermarket die wichtigsten Schulungsthemen? Lembens: Ich habe vor 28 Jahren bei ATE begonnen , da hatten wir Bremse, Bremse und Bremse. Aber das ist längst nicht mehr alles, man muss die kompletten Fahrzeugsysteme ansehen, Elektrik, Elektronik, Fahrerassistenzsysteme.

Wenn es darum geht, aus einem Mechaniker einen Unternehmer zu machen, dann haben wir ebenfalls ein entsprechendes Angebot. Unser Bestreben ist es, die Werkstätte fit für die Zukunft zu machen und danach richten wir unser Angebot aus. Auf die Veränderungen und den Umbruch der Technologien müssen wir auch den Aftermarket vorbereiten. Ein besonders wichtiger und wachsender Bereich ist zum Beispiel die Elektrifizierung. Hochvolt ist aktuell die meistgebuchte Schulung.

Wie können die österreichischen Kunden das Angebot nutzen? Lembens: Mit dem eigenen Standort in Wien, in der Flachgasse können wir die Anforderungen des österreichischen Marktes perfekt abdecken. Neben der reinen Technik-Schulung sind uns Themen wie Betriebswirtschaft, Mitarbeiterführung und Mitarbeitergewinnung sehr wichtig. Das sind für unsere Kunden die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. (GEW)








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